Strategie

SBM-1 – Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette
Kernelemente der allgemeinen Unternehmensstrategie wirken sich auf Nachhaltigkeitsaspekte aus

Die Lufthansa Group stellt ihren Kundinnen und Kunden weltweit Kurz-, Mittel- und Langstreckenflüge zur Verfügung. Diese werden hauptsächlich durch die fünf großen Passagier-Airlines Lufthansa Airlines, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings angeboten, ergänzt durch die Angebote der touristischen Fluggesellschaften Discover Airlines und Edelweiss. Zudem erweitert die Lufthansa Group ihr Portfolio an Passagier-Airlines durch die Übernahme von Anteilen an ITA Airways. Kundinnen und Kunden können außerdem die Dienstleistungen von Lufthansa Cargo nutzen, um Waren weltweit zu transportieren. Schließlich umfasst das Portfolio der Lufthansa Group die technische Wartung von Flugzeugen durch Lufthansa Technik, IT-Dienstleistungen von Lufthansa Systems sowie Aus- und Weiterbildungen von fliegendem und technischem Personal über Lufthansa Aviation Training. Die Lufthansa Group erweitert ihr Produktportfolio kontinuierlich, um strategische Themen zu adressieren. So führte sie 2023 das Produkt „Green Fares“ ein, das es Kundinnen und Kunden ermöglicht, einen Beitrag zur Reduzierung der Klimawirkung künftiger Flüge durch den Einsatz von SAF und die Unterstützung von Klimaschutzprojekten im Umfang der geschätzten individuellen flugbezogenen CO₂-Emissionen zu leisten. Die Lufthansa Group strebt dabei eine steigende Energie- und Ressourceneffizienz an.

Die Lufthansa Group bietet ihre Produkte und Dienstleistungen sowohl privaten Kundinnen und Kunden als auch Firmenkunden an und ist weltweit tätig. Die Multi-Hub-Strategie bietet den Kundinnen und Kunden der Passagier-Airlines ein umfassendes Streckennetz mit entsprechender Reiseflexibilität. Eurowings hingegen fokussiert sich ausschließlich auf den Punkt-zu-Punkt-Verkehr auf europäischen Kurz- und Mittelstrecken.

Darüber hinaus erweitern kommerzielle Joint Ventures mit führenden internationalen Fluggesellschaften das Streckennetz der Passagier-Airlines. Kommerzielle Gemeinschaftsunternehmen bestehen mit United Airlines und Air Canada auf Strecken zwischen Europa und Nordamerika und mit All Nippon Airways (ANA), Singapore Airlines und Air China auf Strecken zwischen Europa und Japan beziehungsweise Singapur und China. Darüber hinaus unterhält die Lufthansa Group sogenannte Codeshare-Abkommen, bei denen ein Flug von einer Fluggesellschaft durchgeführt wird, während mehrere Partner-Airlines denselben Flug unter einer Flugnummer vermarkten. Die Lufthansa Group treibt zudem den Ausbau ihres Angebots in den dynamisch wachsenden Märkten Asiens voran, um ihre Präsenz zu stärken und zusätzliche Wachstumschancen durch erweiterte Streckennetze und strategische Partnerschaften zu nutzen.

Die Lufthansa Group ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Hauptsitz in Europa, das von seinen fünf Hauptdrehkreuzen (Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel) Flüge nach Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika, in den asiatisch-pazifischen Raum, den Nahen Osten und nach Afrika anbietet. Darüber hinaus verfügt Lufthansa Technik über Technik-Werkstätten im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa, im Nahen Osten, in Afrika sowie in Nord-, Mittel- und Südamerika und führt dort Flugzeugüberholungen durch.

T051 ESRS 2 SBM-1 | 40a Verteilung der Beschäftigten nach Regionen1) zum Stichtag 31.12.2025
Region   2025 2024
         
Deutschland Personenanzahl 67.091 66.290
Nord-/Mittelamerika Personenanzahl 2.723 2.616
Südamerika Personenanzahl 226 222
Übriges Europa Personenanzahl 27.690 26.470
Asien/Pazifik Personenanzahl 4.760 5.061
Nahost/Afrika Personenanzahl 765 763
Gesamtanzahl Personenanzahl 103.255 101.422
         
1) Auf Basis der Einsatzregionen.

In bestimmten Situationen, wie kriegerischen Auseinandersetzungen, entscheidet die Lufthansa Group oder ist dazu verpflichtet, Flüge in bestimmte Länder vorübergehend auszusetzen. So konnten die Airlines der Lufthansa Group beispielsweise im Berichtsjahr den russischen Flugraum nicht überfliegen.

Im Jahr 2025 war die Lufthansa Group in folgenden ESRS-Sektoren tätig und hat folgende Umsätze generiert:

T052 ESRS 2 SBM-1 I 40b Umsatz nach ESRS-Sektoren im Jahr 2025
Geschäftsfeld ESRS-Sektor Tätigkeit Umsatz des ESRS-Sektors in 2025
in Mio. €
Umsatz des ESRS-Sektors in 2024
in Mio. €
           
Passagier-Airlines Sonstige Transportleistungen (TTR) Tätigkeit H.51.10 Passagierluftverkehr für die Passagier-Airlines 29.760 28.905
Logistik Sonstige Transportleistungen (TTR) Tätigkeit H.51.21 Frachtluftverkehr für Lufthansa Cargo 3.355 3.213
MRO1) Verteidigung (MDE) Tätigkeit C.33.16 Reparatur und Wartung von Luft- und Raumfahrzeugen für Lufthansa Technik 6.044 4.898
           
1) Vorjahreszahlen aufgrund der Umgliederung der Lufthansa Industry Solutions angepasst.

Die aufgeführten ESRS-Sektoren wurden auch bei der doppelten Wesentlichkeitsbewertung der Lufthansa Group berücksichtigt. Unterstützt durch diese Wesentlichkeitsanalyse hat die Lufthansa Group die wichtigsten Themen identifiziert, auf die sie ihre Strategie ausrichtet.

Im Bereich Umwelt verfolgt die Lufthansa Group das Ziel, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und den Abfall an Bord zu minimieren. Bis 2030 soll eine Netto-CO2-Reduzierung um 50 % im Vergleich zu 2019 erreicht werden. Dieses Ziel gilt weltweit für den Flugbetrieb und bezieht sowohl Passagiere als auch Frachtkunden ein. Darüber hinaus plant die Lufthansa Group, auf den Einsatz von Einwegplastik und Aluminium an Bord zu verzichten – ein Ziel, das sich auf den weltweiten Flugbetrieb für Passagiere erstreckt.

Mit Blick auf soziale Themen verfolgt die Lufthansa Group Ziele zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und der Vielfalt. Die Kundenzufriedenheit ist bei der Lufthansa Group ein zentrales Ziel und gilt weltweit für alle Produkte und Dienstleistungen sowie für sämtliche Kundengruppen der einzelnen Unternehmenssegmente. Im Bereich Diversity wurde das Ziel gesetzt, bis Ende 2025 mindestens 25 % der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Zur Bewertung ihrer attraktiven Arbeitsbedingungen hat sich die Lufthansa Group für das Jahr 2025 das Ziel gesetzt, einen Engagement-Index der Mitarbeitenden von 3,6 zu erreichen. Schließlich strebt die Lufthansa Group im Bereich der Unternehmensführung ein ethisches Verhalten in allen Geschäftsbeziehungen und die Einhaltung aller rechtlichen und regulatorischen Vorschriften an.

Die Gesellschaften der Lufthansa Group betreiben ihre Geschäftstätigkeit vor allem von Europa aus, insbesondere aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien. Daher können die meisten Auswirkungen, Risiken und Chancen, die sich auf die Standortebene beziehen, einem dieser Länder zugeordnet werden. Da Flüge die Hauptquelle für die Treibhausgasemissionen des Flugbetriebs sind, können die Auswirkungen des Klimawandels nicht auf einen bestimmten Standort oder Markt eingegrenzt werden.

Die größte Herausforderung besteht darin, das Klimaschutzziel bis 2050 zu erreichen. Die Lufthansa Group investiert daher weiterhin in Flugzeuge mit neuen Technologien mit erhöhter Kraftstoffeffizienz sowie in weitere Umweltprojekte und passt sich an strengere Umweltvorschriften an.

Das Geschäftsmodell der Lufthansa Group erstreckt sich über mehrere Wertschöpfungsstufen.

Das Geschäftsmodell der Lufthansa Group umfasst insbesondere Passagier- und Frachtflugdienste, MRO-Services sowie IT- und Logistikdienstleistungen.

Zu den wichtigsten Produktionsfaktoren gehören Treibstoff, Flugzeuge, Ersatzteile, Infrastrukturleistungen von Drittanbietern (zum Beispiel Flughafendienste und Flugsicherung) und qualifiziertes Personal. Diese Vorleistungen werden durch langfristige Verträge mit zuverlässigen Lieferanten und Investitionen in Schulungsprogramme für das eigene Personal gesichert.

Die Kernaktivitäten (Outputs) erstrecken sich über folgende Bereiche:

  • Beschaffung und Betrieb von Flugzeugen: Kauf oder Leasing von Luftfahrzeugen sowie von Waren und Dienstleistungen für deren Wartung und Betrieb sowie die Durchführung von Flügen
  • Flugdienstleistungen: Passagier- und Frachtdienstleistungen, einschließlich Vertrieb, Logistikdienstleistungen, Flugplanung, Flughafenabfertigung, Flugbetrieb, Kundensupport und Catering
  • Zusätzliche Dienstleistungen: Wartung, Reparatur und Überholung von Flugzeugen, einschließlich Verteidigung, Bereitstellung von IT- und digitalen Transformationslösungen und Beratungsdienstleistungen, Aus- und Weiterbildung für das eigene Cockpitpersonal, Kabinenbesatzungen sowie für andere Fluggesellschaften.

Im Jahr 2025 erzielte die Lufthansa Group im Wesentlichen Erlöse durch die Bereitstellung von Passagier- und Frachtflugdiensten, MRO-Services sowie Logistik- und IT-Dienstleistungen. Der aktuelle und erwartete Nutzen für Kundinnen und Kunden umfasst verbesserte Reiseerlebnisse, eine höhere Pünktlichkeit und reduzierte CO2-Emissionen. Investorinnen und Investoren profitieren von gesteigerten finanziellen Ergebnissen, andere Interessengruppen von der starken Marktstellung und den nachhaltigen Geschäftspraktiken der Lufthansa Group.

SBM-2 – Interessen und Standpunkte der Interessenträger

Die Lufthansa Group hat die folgenden Gruppen als ihre wichtigsten Interessengruppen identifiziert:

Die Lufthansa Group legt großen Wert auf einen offenen, kontinuierlichen und vertrauensvollen Dialog mit ihren internen und externen Interessengruppen und tauscht sich in verschiedenen Formaten mit ihnen aus. Im Jahr 2023 wurde eine umfassende Befragung der Interessengruppen durchgeführt, um vertiefte Erkenntnisse zu gewinnen. Mit der Einbeziehung von über 10.000 externen Personen wurden externe Perspektiven einbezogen. Mit den Investorinnen und Investoren kommuniziert das Unternehmen im Rahmen von Roadshows, Investorenkonferenzen und im direkten Dialog sowie im Berichtsjahr im Rahmen eines Lufthansa Group Kapitalmarkttags. Die Einbindung der Kundinnen und Kunden wird durch Panels und Kundenumfragen unterstützt sowie durch eine mehrmals im Jahr stattfindende Veranstaltung mit dem Titel „Customer Touch“, bei der Kundinnen und Kunden einer Lufthansa Group Managementrunde ihre Erlebnisse schildern können. Die Interaktion mit den Beschäftigten erfolgt durch etablierte Formate. Dazu zählen das Format „Offen gesagt“, bei dem der Chief Executive Officer und andere Top-Manager Fragen der Mitarbeitenden beantworten, und die jährliche Mitarbeiterumfrage „involve me!“. Anwohnende in den Flughafenregionen werden durch Dialogformate mit lokalen Vertretungen an häufig genutzten Flughäfen eingebunden, wie zum Beispiel durch den kontinuierlichen Austausch im Flughafen- und Regionalforum in Frankfurt. Darüber hinaus berichtet die Lufthansa Group über ihre Aktivitäten und Fortschritte in verschiedenen Formaten, wie etwa dem Fortschrittsbericht an den UN Global Compact. Außerdem stellt das Unternehmen einen für den Kapitalmarkt relevanten TCFD-Index (Task Force on Climate-related Financial Disclosures) im Anhang des Lageberichts zur Verfügung, um Transparenz und eine kontinuierliche Einbeziehung der Interessengruppen zu gewährleisten. ↗ T222 TCFD-Index

T053 ESRS 2 SBM-2 | Stakeholder-Dialogformate der Lufthansa Group
Stakeholder-Gruppe Stakeholder-Dialogformate
     
Mitarbeitende & Arbeitnehmervertretende - Dialogformate zwischen Vorstand und Mitarbeitenden
- Mitarbeiterbefragung
- Betriebsratskonferenz
- Sozialpartnerdialog im Unternehmen
- Beschwerdekanäle
- Intranet
Kunden (B2B, B2C) - Dialogformate, Austauschformate und Veranstaltungen mit ausgewählten Top-Kunden
- Passagierbefragungen, zum Beispiel nach dem Flug oder während des Flugs
- Kundenbefragungen
- "Co-Creation Hub" zur Eingabe von Rückmeldungen und -vorschlägen durch Kunden
- Kundenbeteiligung in der Produktentwicklung, zum Beispiel in Workshops
- Beschwerdekanäle
Investoren
Kapitalmarktakteure
Analysten
- Kapitalmarkttag
- Bilaterale Dialoge
- Investoren-Roadshow
- Konferenzen
- Veröffentlichungen und Berichte auf Websites
Politik & Behörden - Treffen und Dialogformate
- Veröffentlichungen auf Websites
- Positionspapiere und öffentliche Briefe, zum Beispiel Politikbrief
- Teilnahme an Brancheninitiativen
Öffentlichkeit/Zivilgesellschaft - Social-Media-Kanäle
- Veröffentlichungen auf Websites
- Mitarbeit in Ausschüssen und Expertenarbeitsgruppen, zum Beispiel in lokalen Fluglärmausschüssen
- Medienformate, zum Beispiel Interviews
- Beschwerdekanäle
Wissenschaft & Forschung - Teilnahme an Ausschüssen und Expertenarbeitsgruppen
Lieferanten
Geschäftspartner
- Umfragen
- Direkte Dialoge
- Lieferantenportal
- Messen
- Teilnahme an Arbeitsgruppen
- Teilnahme an Brancheninitiativen
- Branchenübergreifende Dialoge
- Beschwerdekanäle
   

Die Lufthansa Group organisiert ihr Interessengruppen-Engagement durch eine koordinierte Struktur, die sowohl zentrale als auch dezentrale Bemühungen kombiniert. Die zentrale Koordination wird von den jeweiligen Abteilungen, wie Investor Relations und Unternehmenskommunikation, wahrgenommen, während die Personalabteilung die Initiativen zur Einbindung der Beschäftigten, einschließlich Mitarbeiterumfragen, betreut. Das dezentrale Engagement wird an den jeweiligen Betriebsstandorten lokal organisiert, um sicherzustellen, dass die Kommunikation auf die Bedürfnisse von Gemeinden und anderen lokalen Interessengruppen zugeschnitten ist.

Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung profitiert vom Dialog mit den Interessengruppen des Unternehmens. Der kontinuierliche Austausch soll dazu beitragen, die Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche unterschiedlicher Interessengruppen besser zu verstehen und in das unternehmerische Handeln einzubeziehen. Auch lassen sich so Themen mit potenziellem Einfluss auf langfristige Wertschöpfungsmöglichkeiten besser identifizieren. Die im Rahmen der CSRD-konformen Berichterstattung durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse umfasst ebenfalls den Austausch mit verschiedenen Interessengruppen und internen Vertretungen.

Die Ergebnisse des Interessengruppen-Engagements sind in die Wesentlichkeitsanalyse der Lufthansa Group und deren Validierung im Berichtsjahr 2025 eingeflossen. Dies dient als Grundlage für die strategische Entwicklung des Corporate-Responsibility-Managements und die Auswahl, der in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung angesprochenen Aspekte und Anliegen. Über die Wesentlichkeitsanalyse hinaus werden diese Ergebnisse auch für die Produktentwicklung genutzt, um sicherzustellen, dass die Angebote des Unternehmens mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Interessengruppen übereinstimmen.

Die Lufthansa Group betrachtet die Interessen und Sichtweisen ihrer Interessengruppen als Beitrag zur Gestaltung ihrer Strategie und ihres Geschäftsmodells. Diese Erkenntnisse werden durch verschiedene Dialogformate und im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse systematisch erhoben. Die Befragung der Interessengruppen deckte alle Themen der ESRS und weitere relevante Nachhaltigkeitsthemen, wie zum Beispiel soziales Engagement, ab. Des Weiteren wurden die Perspektiven der Interessengruppen im Rahmen der Validierung der Wesentlichkeitsanalyse im Jahr 2025 über interne Experten vertreten und einbezogen. Alle Nachhaltigkeitsthemen, die sich als wesentlich erweisen, werden in die strategischen Initiativen und Geschäftspraktiken des Unternehmens einbezogen.

Beispiele für die Anpassung des Geschäftsmodells an die Interessen und Ansichten von Interessengruppen sind der Ausbau der Ferienflugrouten als Reaktion auf die Kundennachfrage und die Einführung von Produkten, die Beiträge zur zukünftigen Reduzierung der Klimawirkungen leisten sollen. Das Unternehmen verbessert zudem kontinuierlich die intermodalen Reisemöglichkeiten, um die Abhängigkeit von Kurzstreckenflügen durch die Integration von Zug- und Busverbindungen zu verringern und so weitere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Anpassungen des Streckennetzes werden unter Berücksichtigung politischer und sicherheitsrelevanter Faktoren vorgenommen, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten.

Des Weiteren hat die Lufthansa Group ihr Angebot für nachhaltigeres Fliegen weiter ausgebaut. Beispielsweise erfolgt seit Dezember 2024 die Ausweitung der „Green Fares“ von innereuropäischen auf interkontinentale Strecken. Die „Green Fares“ kombinieren den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) mit Beiträgen zu zertifizierten Klimaschutzprojekten mit einer Verteilung von 20 % CO2 Einsparung durch SAF/80 % CO2 Vermeidung oder Entfernung durch Klimaschutzprojekte innerhalb Europas und 10 % CO2 Einsparung durch SAF/90 % CO2 Vermeidung oder Entfernung durch Klimaschutzprojekte auf interkontinentalen Strecken. Ergänzend hierzu wurden im Berichtsjahr weitere Anreize geschaffen, um nachhaltigeres Fliegen attraktiver zu gestalten. Besonders hervorzuheben ist die Erweiterung von Miles & More: Seit September 2025 sammeln Mitglieder Meilen und Points für freiwillige Beiträge zu SAF und Klimaschutzprojekten. Weitere Optionen stehen Kundinnen und Kunden über verschiedene digitale Services, Bordmedien sowie nachträgliche Beiträge zur Reduzierung der Klimawirkung zur Verfügung. Insgesamt stieg der Anteil der Buchungen mit einer Option zum nachhaltigeren Fliegen im Berichtsjahr von 4 % auf rund 5 %, was einem relativen Wachstum von 25 % entspricht. Die Weiterentwicklung dieser Angebote ist ein explorativer Prozess ohne festen Zeitplan. Die Lufthansa Group erwartet jedoch, dass die Erweiterung nachhaltigerer Flugoptionen das Kundenbewusstsein für den Klimaschutz stärkt und die Beziehung zu wichtigen Stakeholdern langfristig positiv beeinflusst. Dies stellt zugleich eine schrittweise Anpassung der bestehenden Strategien und Elemente des Geschäftsmodells dar. Weitere Informationen zu „Green Fares“ finden sich unter ↗ S4-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen.

Die Lufthansa Group möchte sicherstellen, dass die Ansichten und Interessen betroffener Interessengruppen bezüglich der nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen des Unternehmens effektiv an die relevanten Entscheidungsgremien kommuniziert werden. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse, die auch auf Einschätzungen der Interessengruppen basiert, werden mit dem Management validiert und anschließend sowohl dem Vorstand als auch dem Aufsichtsrat vorgelegt. Aktualisierungen und Vertiefungen spezieller Nachhaltigkeitsthemen werden zweimal im Jahr auch im ESG-Ausschuss vorgestellt.

SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
T054 ESRS2 SBM-3 | 48 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Jahr 2025
Aggregierte Aspekte IRO Zuordnung der Wertschöpfungskette Zeithorizont Auswirkungen auf Mensch und Umwelt / finanzielle Risiken und Chancen Einfluss der wesentlichen IROs auf Geschäftsmodell, Lieferkette, Strategie und Entscheidungsfindung der Lufthansa Group Art und Weise, wie das Unternehmen auf diesen Einfluss reagiert hat oder zu reagieren beabsichtigt Aktuelle finanzielle Effekte Wesentliche Änderungen im Vergleich zu 20241
                   
E1 – Klimawandel
Extreme Wetterereignisse Negative Auswirkung vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
langfristig Die Anpassungen aufgrund extremer Wetterereignisse könnten disruptive Veränderungen an Prozessen oder Standorten erfordern und in der Folge negative Auswirkungen auf Kundinnen und Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner oder Gemeinden haben.
Unter anderem werden Flugrouten oder Flughafen-Infrastruktur (Start- und Landebahnen) beeinträchtigt, was einen Anstieg des Kraftstoffverbrauchs und der Treibhausgasemissionen sowie erhöhte Preise für Kundinnen und Kunden zur Folge haben kann.
Einflüsse und Aufwände durch die Anpassung an den Klimawandel werden durch die Klimarisikoanalyse betrachtet, siehe auch ↗ ESRS E1 Klimawandel – Klimabezogene Risiken und Chancen der Lufthansa Group sind identifiziert und ↗ ESRS E1 Klimawandel – Klima-Resilienzanalyse ist aktualisiert und Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimawandel analysiert. Anpassungsmaßnahmen insbesondere für Hitzewellen werden beschrieben unter ↗ ESRS E1 Klimawandel – Maßnahmen zur Minderung von physischen und transitorischen Klimarisiken werden fortgeführt. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Risiken vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittel- bis langfristig Physische Klimarisiken und sich ändernde Kundenpräferenzen können zu erhöhten Betriebs- und Wartungskosten führen, Flüge und Fracht verzögern, die Treibstoffbeschaffung belasten und die Servicezuverlässigkeit verringern. Dies kann potenziell die Stabilität, die Marke und die finanzielle Leistung der Lufthansa Group gefährden.  
Chance eigene,
nachgelagert
mittelfristig Der Einsatz des „Enroute Weather Displays“ kann die Klima- und Wettervorhersagen verbessern und dazu beitragen, sich vor erhöhten Versicherungsprämien zu schützen und Reputationsvorteile zu erzielen.  
Regulatorische und Marktrisiken Risiko vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittel- bis langfristig Politisch-regulatorische Klimaschutzmaßnahmen in der Luftfahrt, wie beispielsweise eine CO2-Steuer oder Quoten für Sustainable Aviation Fuel (SAF), könnten eine Anpassung der eigenen Betriebsabläufe beeinflussen (steigende Kosten und Refinanzierungsbedarf). Die Nicht-Einhaltung könnte zu Geldstrafen, Reputationsschäden oder dem Verlust von Betriebsgenehmigungen führen.
Ergänzend sind sinkende Verkaufszahlen zu erwarten, da Reisen weniger erschwinglich werden und die Lufthansa Group mit höheren Treibstoff- und Emissionskosten aufgrund strengerer Emissionsgrenzen und weniger kostenloser Emissionszertifikate konfrontiert ist.
Strengere EU-Klimaschutzvorschriften könnten zudem Langstreckenverbindungen auf Nicht-EU-Drehkreuze verlagern und so den Wettbewerb mit Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten verzerren.
Physische und transitorische Risiken werden insbesondere durch die Klimarisikoanalyse betrachtet. Siehe auch ↗ ESRS E1 Klimawandel – Klimabezogene Risiken und Chancen der Lufthansa Group sind identifiziert und ↗ ESRS E1 Klimawandel – Maßnahmen zur Minderung von physischen und transitorischen Klimarisiken werden fortgeführt und ↗ ESRS E1 Klima-wandel – Vier-Säulen-Strategie zum Klimaschutz ist an vier Handlungsfeldern ausgerichtet. Zum Management von transitori-schen Risiken sind diverse Maßnahmen geplant und ausgeführt unter ↗ ESRS E1 Klimawandel – Ökonomische Instrumente stellen vierte Säule der Klimaschutzstrategie dar. Höhere Kosten aufgrund erwarteter Preisentwicklung der ETS-Zertifikate. ↗ Finanzlage  
Negative Auswirkung eigene,
nachgelagert
mittelfristig Sowohl die Verknappung von Zertifikaten im Rahmen des Emissionshandelssystems (ETS) als auch neue Emissionshandelssysteme könnten Flugpreise erhöhen und damit Kunden in Europa und darüber hinaus betreffen.  
Auswirkungen auf den Klimawandel durch CO2-Emissionen Negative Auswirkung vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittel- bis langfristig Direkte CO₂-Emissionen aus energie- und schadstoffintensiven Prozessen im Boden- und Flugbetrieb sowie bei der Ausbildung des Flugpersonals beeinflussen das Klima negativ. Zusätzlich tragen Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, zum Beispiel durch Dienstleistungen am Flughafen, die Herstellung von Kerosin sowie Triebwerksherstellung und Flugzeugentsorgung, zum Klimawandel bei. Wie Klimaschutz eingebettet ist in der Unternehmensstrategie und Entscheidungsfindung, ist detailliert innerhalb der Vier-Säulen-Strategie, in dem Kapitel ↗ ESRS E1 Klimawandel – Vier-Säulen-Strategie zum Klimaschutz ist an vier Handlungsfeldern ausgerichtet beschrieben. Diverse Maßnahmen zur CO2-Reduktion und damit zur Treibstoffeinsparung sind im Detail beschrieben im Kapitel ↗ ESRS E1 Klimawandel – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten. Höhere Kosten aufgrund erwarteter Preisentwicklung der ETS-Zertifikate. ↗ Finanzlage  
Chance vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittel- bis langfristig Klimaschutzmaßnahmen, wie Flottenmodernisierung, Investitionen in treibstoffeffiziente Flugzeuge, SAF-Einsatz und Ausbau des intermodalen Verkehrs, reduzieren den Treibstoffverbrauch, die Betriebskosten und die Beschaffungskosten. Sie fördern zudem Innovationen, stärken den Markenwert und erhöhen die Attraktivität für Kundinnen und Kunden sowie Investorinnen und Investoren.
Zudem können höhere Einnahmen und Geschäftswachstum durch die Erschließung neuer Märkte, die Erweiterung der Kundenbasis und die Entwicklung interner Lösungen im Rahmen des Klimaschutzes erzielt werden. Die AeroSHARK-Technologie der Lufthansa Group senkt den Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen der Langstreckenflotte sowie der Frachtkunden, was Betriebskosten spart und das Verkaufsvolumen von Lufthansa Technik steigert.
Die Reduktion spezifischer CO2-Emissionen ist ein zentrales Nachhaltigkeitsziel und fest durch Renumerationsziele verankert. Dies fördert Kosteneinsparungen, den Markenwert, die Kundenbindung sowie das Investorenvertrauen durch besseren Zugang zu Kapital und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. der Lufthansa Group. Ergänzend können Betriebskosten durch digitale Schulungen, Lösungen und Projekte wie Volar (Routenoptimierung) und STAM (Reduktion von Verkehrsspitzen) gesenkt werden. Investitionen in digitale Initiativen (zum Beispiel Lufthansa Aviation Trainings) verringern den Ressourcenverbrauch und steigern die Einnahmen.
   
Auswirkungen auf den Klimawandel durch Kondensstreifen Negative Auswirkung eigene,
nachgelagert
mittelfristig Kondensstreifen von Flügen tragen zum Klimawandel bei, indem sie Wärmestrahlung von der Erdoberfläche einfangen, die darunterliegende Luft erwärmen und einfallendes Sonnenlicht zurück ins All reflektieren. Dadurch beeinflussen sie sowohl das lokale Klima in betroffenen Regionen als auch das globale Klimasystem Wie Auswirkungen auf den Klimawandel durch Kondensstreifen entstehen, wird derzeit in verschiedenen Forschungsprojekten untersucht. Diese sind innerhalb der Resilienzanalyse beschrieben. Siehe ↗ ESRS E1 Klimawandel – Klima-Resilienzanalyse ist aktualisiert und Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimawandel analysiert. Derzeit fließen Auswirkungen durch Kondensstreifen allerdings noch nicht in die Strategie und Entscheidungsfindung der Lufthansa Group mit ein. Erste Maßnahmen in Bezug auf Kondensstreifen sind im Detail beschrieben in Kapitel ↗ ESRS E1 Klimawandel –– Maßnahmen zur Minderung von physischen und transitorischen Klimarisiken werden fortgeführt. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Risiko eigene,
nachgelagert
langfristig Öffentliche Kritik an der Klimawirkung von Kondensstreifen durch Gemeinschaften, Regierungen, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen birgt das Risiko sinkender Verkaufsvolumen.
Energieeffizienz Negative Auswirkung vorgelagert,
eigene
mittelfristig Für die Durchführung von Flügen, den Betrieb von Büros, die Verarbeitung von Rohstoffen, Produktlieferungen und andere Dienstleistungen wird weltweit Energie benötigt.
Ein ineffizienter Einsatz dieser Energie führt zu einem übermäßigen Entzug natürlicher Ressourcen und trägt zum Klimawandel bei.
Wie Klimaschutz eingebettet ist in der Unternehmensstrategie und Entscheidungsfindung, ist detailliert innerhalb der Vier-Säulen-Strategie in dem Kapitel ↗ ESRS E1 Klimawandel – Energiemanagement für den Bodenbetrieb fokussiert Energieeffizi-enz und erneuerbare Energien beschrieben. Diverse Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind im Detail beschrieben im Kapitel ↗ Energiemanagement für den Bodenbe-trieb fokussiert Energieeffizienz und erneuerbare Energien beschrieben. Höhere Kosten aufgrund erwarteter Preisentwicklung der ETS-Zertifikate. ↗ Finanzlage  
Positive Auswirkung eigene,
nachgelagert
mittelfristig Eine Unterstützung der Kundinnen und Kunden bei der Senkung ihrer Energieverbräuche durch energieeffiziente Brennstoffe, alternative und nachhaltige Brennstoffe und die Anpassung der Infrastruktur, Bodenprozesse und Kompensationsmaßnahmen führt zur Schaffung eines vielfältigeren Energiemixes, zur Verbesserung der Energieversorgungssicherheit und zur Verringerung der Emissionen weltweit.    
Risiko vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittel- bis langfristig Neue oder geänderte staatliche Vorschriften zum Energieverbrauch könnten eine Anpassung der Betriebsabläufe, wie neue Routen oder Einschränkungen der Ressourcennutzung, erforderlich machen, was die Betriebskosten erheblich erhöhen könnte. Ineffiziente Energienutzung, etwa durch schlechte Gebäudedämmung und mangelhafte Betriebsplanung, kann ebenfalls zusätzliche Kosten verursachen. Zudem besteht das Risiko von Unterbrechungen in der Versorgungskette, insbesondere in Regionen mit Energieengpässen mit potenziell negativen Auswirkungen auf das Geschäft der Lufthansa Group.    
Chance vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittel- bis langfristig Die Effizienzsteigerung durch die Entkopplung von Transportleistung und Treibstoffverbrauch, etwa durch die kontinuierliche Flottenmodernisierung mit treibstoffeffizienteren Flugzeugen, führt zu geringeren Treibstoffkosten, niedrigeren CO2-Compliance-Kosten im Rahmen des EU-ETS und des globalen CORSIA-Systems sowie zu Einsparungen bei den Beschaffungskosten.
Weltweite Regierungsinitiativen und Subventionen könnten Geschäftstätigkeiten im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien beschleunigen, ebenso wie innovative Technologien in aufstrebenden Industrien wie Wasserstoff. Dazu zählen Steuerreformen, Forschungs- und Entwicklungsanreize sowie der Ausbau digitaler Projekte, wie sie beispielsweise von Lufthansa Aviation Trainings umgesetzt werden.
   
E2 – Umweltverschmutzung
Lärmverschmutzung Negative Auswirkung eigene mittelfristig Der Flugverkehr der Lufthansa Group Airlines führt zu Lärmbelästigungen, die Lebensräume, Ökosysteme und Arten sowie lokale Gemeinschaften beeinträchtigen. Wie Auswirkungen und Risiken und Chancen zum Thema Fluglärm eingebettet sind in der Unternehmensstrategie und Entscheidungsfindung, ist detailliert innerhalb der Fünf-Säulen-Strategie im Kapitel ↗ ESRS E2 Umweltverschmutzung – Fünf-Säulen-Strategie für aktiven Schallschutz soll Lärmbelastungen reduzieren beschrieben. Diverse Maßnahmen zu Lärmschutz sind im Detail beschrieben in Kapitel ↗ ESRS E2 Umweltverschmutzung – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Risiko eigene mittelfristig Änderungen oder neue Vorschriften zu Lärmschutz und Umweltschutzauflagen, wie das Wiederauffüllen erschöpfter Ressourcen in bestimmten Regionen, können für die Lufthansa Group erhebliche finanzielle Belastungen mit sich bringen. Werden die Regelungen zu Lärm- und Schadstoffemissionen nicht eingehalten, drohen außerdem Klagen durch Anwohnende und Naturschutzorganisationen mit finanziellen und reputationsbezogenen Folgen für das Unternehmen.  
Chance eigene mittelfristig Durch Investitionen in leisere Flugzeuge, lärmmindernde Technologien, die Beteiligung an der Lärmforschung, die Optimierung von Flugverfahren und Flugrouten sowie den Dialog mit Anspruchsgruppen kann die Lufthansa Group einen Wettbewerbs- und Reputationsvorteil erzielen und ihre Attraktivität für Kundinnen und Kunden sowie Investorinnen und Investoren erhöhen.  
E5 – Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung Negative Auswirkung vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
langfristig Die Verwendung nicht erneuerbarer Rohstoffe (wie Metalle und seltene Materialien) durch Lieferanten in der Flugzeugherstellung trägt weltweit zur Erschöpfung natürlicher Ressourcen bei und verringert deren Verfügbarkeit für lokale Gemeinschaften.
Der Einsatz nicht regenerierbarer Ressourcen im eigenen Betrieb (wie fossile Brennstoffe, Einwegplastik und Verpackungsmaterialien), in Verbindung mit Geschäftsmodellen, die Anreize für den Konsum schaffen, beeinflusst ebenfalls den weltweiten Ressourcenverbrauch und kann lokale Gemeinschaften beeinträchtigen.
Wie der Umgang mit Rohstoffen und Materialnutzung in die Strategie und Entscheidungsfindung der Passagier-Airlines, Lufthansa Cargo und der Lufthansa Technik einfließt, ist beschrieben in den jeweiligen Konzeptansätzen in den Kapiteln ↗ ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft – Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft. Diverse Maßnahmen durch Umsetzung der R-Strategien bei den Passagier-Airlines, Lufthansa Cargo und Lufthansa Technik. Diese werden detailliert beschrieben in dem Kapitel ↗ ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Risiken eigene,
nachgelagert
mittelfristig Die sich entwickelnden Vorschriften, wie die EU-Richtlinien zu Einwegplastik, Elektroschrott und erweiterter Herstellerverantwortung, könnten die Einschränkungen für nicht-erneuerbare Ressourcen und bestimmte Verpackungsmaterialien verschärfen. Ein erheblicher Anstieg der Betriebs- und Produktionskosten kann infolge neuer oder sich ändernder weltweiter staatlicher Vorschriften eintreten. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften durch die Lufthansa Group sowie Lieferanten und Geschäftspartner kann weitere Kosten in Form von Haftungen, Strafen, Bußgeldern, Reputationsschäden oder den Verlust von Lizenzen und Genehmigungen nach sich ziehen.
Chance vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittelfristig Investitionen in Forschung und Entwicklung für neue Technologien, Prozesse und Kreislaufwirtschaft können neue Einnahmequellen und Preisvorteile schaffen. Die weltweite Nachfrage nach kreislauforientierten Lösungen steigt, was das Markt- und Markenpotenzial sowie das Ansehen verbessern kann. Mögliche staatliche Initiativen und Subventionen zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs oder zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, wie Steuerreformen, digitale Förderprogramme und Anreize für Forschung und Entwicklung, könnten Aktivitäten innerhalb der Kreislaufwirtschaft unterstützen.
S1 – Arbeitskräfte des Unternehmens
Sichere und attraktive Beschäftigung Negative Auswirkung eigene mittelfristig Ein Mangel an Arbeitsplatzsicherheit und sozialem Schutz kann zu finanzieller Instabilität, psychischen Gesundheitsproblemen und einer Verschärfung der globalen Einkommensungleichheit führen. Dies kann soziale Unruhen auslösen und die Grundlagen fairer und nachhaltiger Gesellschaften weltweit untergraben.
Epidemien, Endemien und Pandemien, die durch veränderte Umwelt- und sozioökonomische Bedingungen verursacht werden, reduzieren die Arbeitszeiten der Mitarbeitenden der Lufthansa Group, was finanzielle Instabilität, geringere Löhne und potenzielle Entlassungen zur Folge hat und ihre wirtschaftliche Sicherheit und ihr Wohlbefinden gefährdet.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse bei
der Lufthansa Group wurde das Thema als
wesentlich identifiziert. Die Lufthansa Group
ist bestrebt, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen
und die Implikationen auf das
Geschäftsmodell herauszuarbeiten.
Die Lufthansa Group setzt sich mit Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität auseinander, die in Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Breit angelegte Maßnahmen im Rahmen der Personalstrategie sind umgesetzt näher beschrieben werden. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Risiko eigene mittelfristig Die reduzierte Reisetätigkeit aufgrund von Reisebeschränkungen in bestimmten Zielgebieten oder weltweit verringert das Geschäftsvolumen der Lufthansa Group und wirkt sich negativ auf Umsatz und Verkauf aus. Diese Reduktion kann auch die Unsicherheit hinsichtlich der Erholung der Branche erhöhen, die Marktposition der Gruppe im Vergleich zu Wettbewerbern schwächen und den Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten beeinträchtigen.
Chance eigene mittelfristig Die kontinuierliche Verbesserung von Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität steigert die Arbeitszufriedenheit, stärkt die Beschäftigungssicherheit und senkt Rekrutierungskosten. Durch Unterstützungsprogramme, Arbeitsschutzschulungen und Weiterbildung fördert die Lufthansa Group Loyalität, Effizienz und ihre Reputation als Arbeitgeber.
Durch effektives Management von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz kann die Reputation verbessert und die Arbeitseffizienz gesteigert werden.
Flexible Arbeitsgestaltung Positive Auswirkung eigene mittelfristig Die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden wird durch flexible Arbeitszeiten, mobile Arbeit, Teilzeit, Sabbaticals, Elternzeit, Pflegezeit und Altersteilzeit gefördert. Zusätzlich tragen tariflich vereinbarte Arbeitszeiten, verschiedene Gleitzeitmodelle und Familienleistungen wie Kinderbetreuung und Pflegeberatung positiv zur Lebensqualität der Mitarbeitenden bei. Die flexible Arbeitsgestaltung ist in der Personalstrategie der Lufthansa Group unter dem Punkt „Neue Formen der Arbeit“ aufgenommen. Siehe hierfür das Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens. Dabei werden unter der flexiblen Arbeitsgestaltung unterschiedliche Modelle gefasst und unter dem Punkt „Neue Formen der Arbeit“ aufgenommen. Siehe hierfür das Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Chance eigene mittelfristig Flexible Arbeitsmodelle wie mobiles Arbeiten, tariflich vereinbarte Arbeitszeiten und Maßnahmen zur Work-Life-Balance wirken sich positiv auf die Mitarbeitenden und die Lufthansa Group aus. Sie helfen, Überstunden zu vermeiden, fördern das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und steigern Zufriedenheit, Loyalität und Produktivität. Gleichzeitig senken sie Betriebskosten (zum Beispiel Gebäude- und Energiekosten), reduzieren die Fluktuation und stärken den Ruf sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa Group als Arbeitgeber.
Überstunden und nicht geregelte Arbeitszeit Negative Auswirkung eigene mittelfristig Hohe Arbeitsbelastung, oft verstärkt durch Sparmaßnahmen, beeinträchtigt die Work-Life-Balance und führt weltweit zu Stress, Burnout, Schlafstörungen sowie weiteren gesundheitlichen Problemen. Überstunden und flexible Arbeitszeitmodelle wurden in der Personalstrategie der Lufthansa Group unter dem Punkt „Neue Formen der Arbeit" aufgenommen. Sie werden hier spezifiziert und näher beschrieben. Siehe hierfür Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens. Um sich angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels des Themas anzunehmen, wurde dies in den Punkt „Neue Formen der Arbeit“ aufgenommen. Nähere Erläuterungen sind im Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens zu finden. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Risiko eigene mittelfristig Die Nichteinhaltung von Überstundenbegrenzungen und fehlende flexible Arbeitslösungen können für die Lufthansa Group Reputationsschäden, geringere Mitarbeiterbindung und höhere Recruitingkosten mit sich bringen. Zudem können Kosten durch Streiks, Bußgelder und Rechtsstreitigkeiten entstehen. Eine hohe Arbeitsbelastung und fehlende Flexibilität können die Arbeitgeberattraktivität mindern, was unbesetzte Stellen zur Folge hätte und mit erhöhten Krankheitsausfällen einhergehen würde, was die Effizienz verringert.  
Tarifverträge und sozialer Dialog / Vereinigungen Positive Auswirkung eigene mittelfristig Die Sicherstellung der Vereinigungsfreiheit bei der Lufthansa Group führt zu gerechteren Arbeitsbedingungen bei Vergütung und Sozialleistungen. Der soziale Dialog und die Vereinigung von Mitarbeitenden gehören zu einer der sechs Säulen der Personalstrategie im Rahmen der vertrauensvollen Sozialpartnerschaft, siehe Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens.
Um Personalkosten wettbewerbsfähig zu halten und so Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung zu stärken spielen Tarifverträge eine wichtige Rolle bei der Vergütung. Dies ist der Lufthansa Group bewusst und ebenfalls ein Kernbestandteil der HR-Strategie, wie im Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell näher beschrieben wird.
Das Thema wettbewerbsfähige Personalkosten ist bei der Lufthansa Group insbesondere im Rahmen der Tarifverhandlungen relevant. Die Säule der Personalstrategie, vertrauensvolle Sozialpartnerschaft, basiert auf der gemeinsamen Verantwortung für das Unternehmen und seiner Mitarbeitenden. Dabei beabsichtigt die Lufthansa Group, mit den Tarif- und Betriebspartnern auslaufende Regelungen weiterzuentwickeln. Dies wird im Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell näher erläutert. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Risiko eigene mittelfristig Erhöhte Arbeitskosten für die Lufthansa Group aufgrund von Tarifverträgen und der Nichteinhaltung dieser Vereinbarungen können zu geringerer Arbeitgeberattraktivität und -bindung sowie zu zusätzlichen Kosten durch Haftungen, Strafen, Bußgelder, Reputationsschäden oder dem Verlust von Lizenzen und Genehmigungen führen.  
Chance eigene mittelfristig Mitarbeiterbeteiligung und Plattformen für Anliegen sowie eine uneingeschränkte Vereinigungsfreiheit können ein kooperatives Arbeitsumfeld fördern, die Mitarbeiterzufriedenheit und -moral steigern und zu hoher Mitarbeiterbindung sowie Einsparungen bei Recruitingkosten führen.
Attraktive Tarifverträge, eine hohe Übernahmequote und eine familienfreundliche Personalpolitik können der Lufthansa Group als attraktiver Arbeitgeberin einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
 
Gesundheit und Arbeitssicherheit Negative Auswirkung eigene mittelfristig Psychosoziale Stressfaktoren erhöhen weltweit das Risiko für chronische Erkrankungen und schwere Unfälle bei Mitarbeitenden.
Mitarbeitende der Lufthansa Group sind potenziellen Gesundheitsrisiken durch schlechte Arbeitsbedingungen ausgesetzt, darunter chronische Erkrankungen durch unzureichende Ergonomie, Verletzungen bei Flugoperationen und Kontakt mit gefährlichen Stoffen. Dies kann langfristige Beeinträchtigungen, Atemwegserkrankungen oder sogar Todesfälle zur Folge haben und das Wohlbefinden sowie die Sicherheit der Mitarbeitenden erheblich beeinträchtigen.
Um eine nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit in den kommenden Jahren anzustreben, bettet die Lufthansa Group das Thema Gesundheit und Arbeitssicherheit sowohl in die Personalstrategie als auch in weitere Konzepte der Lufthansa Group ein. Siehe hierfür Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens. Nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit bedeutet dabei eine Umsetzung der Artbeitssicherheitskonzepte sowie die Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden, wie im Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens beschrieben wird. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Risiko eigene mittelfristig Akute und chronische Gesundheitsprobleme können zu höheren Kosten durch Arbeitsausfälle, einer verminderten Produktivität, steigenden Versicherungsprämien und Entschädigungen führen. Zudem können diese betriebliche Störungen, Reputationsschäden und finanzielle Belastungen durch Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften, wie Strafen oder Verlust von Lizenzen, zur Folge haben.
H&S Management (Management von Sicherheit und Gefahrenabwehr) Negative Auswirkung eigene mittelfristig Sicherheitsbedrohungen und Terroranschläge auf Flughäfen und Flugzeuge können erhebliche Auswirkungen auf Menschen und Umwelt haben. Mitarbeitende können besonders betroffen sein, da solche Vorfälle ihr psychisches Wohlbefinden beeinträchtigen können und im Extremfall zu Verletzungen oder gar dem Verlust von Menschenleben führen können. Die Sicherheit der Belegschaft ist bei der Lufthansa Group ebenfalls Bestandteil von weiterführenden Konzepten. Ziel ist, die Belegschaft vor äußeren Gefahren im Flugverkehr sowie in den weiteren Segmenten zu schützen. Dies bezieht sich auf die Säule der nachhaltigen Beschäftigungsfähigkeit in der Personalstrategie und ist im Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Breit angelegte Maßnahmen im Rahmen der Personalstrategie sind umgesetzt beschrieben. Durch den Bereich der Sicherheit und weiterführende Konzepte rund um das Management von Sicherheit und Gefahrenabwehr wird dies aktiv von der Lufthansa Group gemanagt. Im Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Konzernrichtlinie Arbeitssicherheit dient dem Schutz der Gesundheit wird dies dargestellt. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Positive Auswirkung eigene mittelfristig Die Lufthansa Group trägt durch zusätzliche medizinische Angebote wesentlich zur Sicherheit und Gesundheit ihrer Besatzungen und Mitarbeitenden bei.  
Risiko eigene mittelfristig Verspätungen und Unterbrechungen durch Flughafenschließungen, Flugzeugschäden oder Sicherheitsmaßnahmen erhöhen die Betriebskosten und die Ausgaben für Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen der Mitarbeitenden. Dies birgt ein erhebliches finanzielles Risiko.  
Chance eigene mittelfristig Gesundheitschecks können das Wohlbefinden der Mitarbeitenden fördern, ihre Loyalität erhöhen und die Reputation der Lufthansa Group als Arbeitgeberin verbessern. Dies kann zu pünktlicherer Erledigung von Aufgaben und gesteigerter operativer Effizienz führen, was finanzielle Chancen für die Geschäftsaktivitäten bieten kann.  
Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion Positive Auswirkung eigene mittelfristig Eine inklusive Kultur mit klarer Kommunikation und Messbarkeit fördert die Geschlechtergleichstellung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen, reduziert Diskriminierung, verbessert den Zugang zu Dienstleistungen und stärkt das Wohlbefinden sowie die wirtschaftliche Gerechtigkeit. Die zeitgemäße Führungskultur und gelebte Vielfalt vereinen in der Lufthansa Group verschiedene strategische Themenfelder; Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion sind dabei integrale Bestandteile. Innerhalb der Lufthansa Group gelten zudem spezifische Zielvorgaben zur Förderung der Diversität, die im Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Ziele der Lufthansa Group im Personalbereich dargestellt werden. Die zeitgemäße Führungskultur und gelebte Vielfalt bei der Lufthansa Group spiegeln sich in den Feldern der Internationalisierung der Belegschaft, dem Aufbau von Talentprogrammen für bestimmte Belegschaftsgruppen und weiterführenden Zielen wider. Vertieft wird dies im Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Breit angelegte Maßnahmen im Rahmen der Personalstrategie sind umgesetzt. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Chance eigene mittelfristig Die Einführung bewährter Praktiken für die Gleichstellung der Geschlechter und die Lohngleichheit sowie Familienfreundlichkeit können das Unternehmensimage der Lufthansa Group verbessern, den Talentpool erweitern und Innovation und Produktivität steigern.
Durch die Schaffung von Chancen für alle kann die Lufthansa Group auf einen breiteren Talentpool zugreifen, einschließlich Menschen mit Behinderungen, was die Inklusivität erhöht und gerechte Arbeitsbedingungen unterstützt. Dies hilft, Talente zu gewinnen, Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern und Innovation durch Vielfalt zu fördern, was wiederum Produktivität, finanzielle Leistung und Wettbewerbsfähigkeit stärkt.
Schulung und Weiterentwicklung Positive Auswirkung eigene mittelfristig Durch die Bereitstellung von Schulungen und Weiterbildungsprogrammen für alle Mitarbeitenden fördert die Lufthansa Group gut ausgebildete und individuell belastbarere Mitarbeitende. Dies befähigt sie, Veränderungen effektiv zu bewerkstelligen und ihre Relevanz auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten. Der Fachkräftemangel und die nachhaltige Transformation beeinflussen direkt die Personalstrategie der Lufthansa Group sowie ihre Konzepte für eine zukunftsfähige Organisation. Ein Schwerpunkt ist dabei die Förderung der nachhaltigen Beschäftigungsfähigkeit durch lebenslanges Lernen, Qualifizierung und moderne Arbeitsmodelle. Dies ist im Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Breit angelegte Maßnahmen im Rahmen der Personalstrategie sind umgesetzt beschrieben. Um diese Beschäftigungsfähigkeit zu sichern, werden Mitarbeitenden Schulungs- und Weiterbildungsprogramme bei der Lufthansa Group angeboten. Siehe hierfür Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Breit angelegte Maßnahmen im Rahmen der Personalstrategie sind umgesetzt. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Chance eigene mittelfristig Entwicklungsprogramme, digitale Transformationslösungen, Flugtrainings und professionelle Schulungen der Lufthansa Group fördern engagierte, resiliente und gut ausgebildete Mitarbeitende. Diese sind produktiver, bleiben länger im Unternehmen und wirken sich so positiv auf die Personalkosten bei Einstellung und Ersatz aus.  
Datensicherheit Negative Auswirkung eigene mittelfristig Unzureichender Schutz der Privatsphäre kann die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeitenden der Lufthansa Group verletzen und zu einem Eingriff in ihr Privatleben führen. Die Sicherheit von Daten ist verankert im Code of Conduct und damit in der Unternehmensführung der Lufthansa Group. Dies betrifft ebenfalls die Sicherheit der Daten der eigenen Mitarbeitenden, siehe hierfür Kapitel ↗ ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens – Lufthansa Group Code of Conduct stützt ethische Werte. Die Lufthansa Group hat die Datensicherheit im Code of Conduct verankert und klare Leitlinien gesetzt, an denen sich für die Sicherheit der Daten der eigenen Mitarbeitenden orientiert werden muss. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
S2 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
Menschen- und Arbeitsrechte in der Wertschöpfungskette Negative Auswirkung vorgelagert,
nachgelagert
mittelfristig Lieferanten und nachgelagerte Geschäftspartner können Menschenrechte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf sichere Beschäftigung, Arbeitszeit, angemessene Löhne, Vereinigungsfreiheit, Tarifverhandlungen, Gesundheit und Sicherheit, Geschlechtergleichstellung und gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz, Kinderarbeit und Zwangsarbeit negativ beeinflussen. Die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten in der Wertschöpfungskette ist ein maßgeblicher Bestandteil der Due-Diligence-Prozesse sowie der Lieferantenrisikoanalyse der Lufthansa Group und wird näher im Kapitel ↗ ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette – Menschenrechts- und umweltbezogene Risikoanalyse soll die Lufthansa Group und ihre Lieferanten schützen beschrieben. Diverse Maßnahmen zum Thema Menschen- und Arbeitsrechte in der Wertschöpfungskette werden im Detail in Kapitel ↗ ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen beschrieben. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Positive Auswirkung vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittelfristig Die effektive Umsetzung eines nachhaltigen Lieferantenmanagements kann die Arbeitsbedingungen, die Kompetenzentwicklung, die Gesundheit und die Sicherheit sowie die Menschenrechtslage für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette verbessern.
Risiko vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittelfristig Die Nichteinhaltung von Gesetzen oder Richtlinien kann zu rechtlichen Konsequenzen, Reputationsschäden und Sanktionen gegen die Lufthansa Group sowie ihre Lieferanten und Geschäftspartner führen und den Verlust von Geschäftsgenehmigungen sowie eine Verschlechterung der finanziellen Lage nach sich ziehen. Zudem könnten soziale Unruhen zu Verzögerungen, Unterbrechungen, Produktivitätsverlusten und steigenden Betriebskosten führen.
Chance vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittelfristig Ein systematisches Management der Arbeitsbedingungen in der Lieferkette, zum Beispiel durch klare Richtlinien für Lieferanten und Geschäftspartner, kann die Leistungsfähigkeit der Lieferanten erhöhen und somit die Reputation der Lufthansa Group sowie das Vertrauen der Kundinnen und Kunden durch Transparenz über die Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette stärken. Dies kann die Geschäftseffizienz und Produktivität steigern, Betriebskosten senken und die Resilienz und Effizienz der Wertschöpfungskette der Lufthansa Group steigern.
S4 – Konsumenten und Endverbraucher
Privatsphäre Positive Auswirkung nachgelagert mittelfristig Umfassende Informationen über den Datenschutz ermöglichen es den Kundinnen und Kunden, fundierte Entscheidungen zu treffen und ihre persönlichen Daten zu schützen. Die Privatsphäre der Kundinnen und Kunden und der Endverbraucher spiegelt sich im Code of Conduct der Lufthansa Group wider und ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung, siehe hierfür ebenfalls Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern. Bei der Lufthansa Group steht der Schutz der Kundendaten im Einklang mit dem Code of Conduct beziehungsweise der Datenschutzrichtlinie. Siehe hierfür Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Risiko eigene,
nachgelagert
mittelfristig Die Nichteinhaltung von Datenschutzgesetzen (zum Beispiel der Datenschutz-Grundverordnung, DSGVO) kann zu Geldstrafen, Sanktionen und Reputationsschäden führen, was die finanzielle Leistung der Lufthansa Group mindert.  
Chance eigene,
nachgelagert
mittelfristig Durch die Ermöglichung des Zugangs zu Datenschutzpraktiken pflegt die Lufthansa Group eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung, was zufriedene Kundinnen und Kunden, eine erhöhte Kundenbindung und Kosteneinsparungen im Kundenservice zur Folge hat.  
Zugang zu Informationen von hoher Qualität Risiko eigene,
nachgelagert
mittelfristig Mögliche Haftungskosten und regulatorische Geldstrafen für produkt- und dienstleistungsbezogene Unfälle sowie irreführende Informationen können das Kundenvertrauen und die Loyalität verringern, was zu Geschäftsverlusten und Reputationsschäden führt. Das Produktdesign und die damit einhergehende Sicherheit der Kundinnen und Kunden ist in dem Geschäftsmodell der Lufthansa Group integriert. Siehe hierfür Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Angemessene Produktgestaltung birgt Chancen und Risiken. Die Lufthansa Group ist bestrebt, in ihren Produktversprechen und Produktangaben wahrheitsgemäße und nicht irreführende Aussagen zu treffen, siehe hierfür Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Vermarktungspraktiken und Produktangaben gestaltet die Lufthansa Group verantwortungsvoll
Im „Co-Creation Hub“ werden unterschiedliche Produkte der Lufthansa Group getestet und anhand von Feedback angepasst. Zudem werden diese unter den geltenden Sicherheitsvorschriften und Schutzmaßnahmen der Kun-dinnen und Kunden auf den Markt gebracht, für weitere Details siehe Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Kundenzufriedenheit wird bei den Passagier-Airlines durch verschiedene Instrumente erhoben.
Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Gesundheit und Sicherheit Negative Auswirkung eigene,
nachgelagert
mittelfristig Die Produkte und Dienstleistungen der Lufthansa Group können die Gesundheit und Sicherheit der Kundinnen und Kunden beeinträchtigen, wenn deren Handhabung und Wartung Verletzungs- und Unfallrisiken bergen (zum Beispiel Lebensmittelvergiftungen, Fehlfunktionen). Die Gesundheit und Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden sowie Endverbraucher stehen bei den Produkten der Lufthansa Group im Mittelpunkt. Detaillierte Informationen hierzu finden sich im Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Lufthansa Group engagiert sich für Gesundheitsschutz und Sicherheit der Kundinnen und Kunden. Die Lufthansa Group stellt ein internes Handbuch für Verfahrens-anweisungen im Kontext Gesundheit und Sicherheit, Personensicherheit sowie Schutz von Kindern bereit. Darauf wird im Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell eingegangen. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Risiko eigene,
nachgelagert
mittelfristig Ein Mangel an umfassendem und effektivem Sicherheitsmanagement für Kundinnen und Kunden kann zu geringerer Kundenloyalität und Wettbewerbsnachteilen führen.
Ergänzend kann die Gefährdung der Sicherheit von Kundinnen und Kunden zu Rufschädigung und negativer Medienpräsenz führen.
Sicherheit von Kindern Positive Auswirkung nachgelagert kurzfristig Die Lufthansa Group bietet unbegleiteten Minderjährigen und Familien spezielle Dienstleistungen wie Check-in, frühes Boarding, spezielle Mahlzeiten, Kinderwagen, Babybetten, Bordaktivitäten, Gepäckfreigaben sowie Betreuung vor und nach dem Abflug, was zum Schutz der Kinder beiträgt. Die Sicherheit von Kindern ist bei der Lufthansa Group detailliert in Verfahrensanweisungen aufgenommen. Detaillierte Informationen hierzu finden sich im Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Lufthansa Group unterstützt Familien und Menschen mit Behinderung. Die Unterstützung von Familien und die Sicherheit von Kindern ist ein integraler Bestandteil der Lufthansa Group und wird im Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Lufthansa Group unterstützt Familien und Menschen mit Behinderung beschrieben. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Adäquates Produktdesign und Zugänglichkeit sowie Anti-Diskriminierung Negative Auswirkung eigene, nachgelagert mittelfristig Unzureichende Gestaltung kann aufgrund mangelnder Inklusivität zu Reputationsschäden und rechtlicher Haftung führen. Flüge und Frachtservices der Lufthansa Group können aufgrund hoher Preise zudem für benachteiligte Menschen unerschwinglich werden und diese dadurch ausschließen. Die Lufthansa Group ist sich der unterschiedlichen Bedürfnisse der Reisenden bewusst und strebt an, diesen gerecht zu werden, wie im Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen an mehreren Stellen erläutert wird. Die Lufthansa Group setzt auf angemessen Produktgestaltung sowie vielfältige Kommunikationskanäle, siehe Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Angemessene Produktgestaltung birgt Chancen und ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Lufthansa Group nutzt vielfältige Kommunikationskanäle, um Kundenbindung zu stärken. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Risiko eigene,
nachgelagert
mittelfristig Unzureichendes und nicht inklusives Design kann zu Reputationsschäden, rechtlicher Haftung und einem Rückgang des Verkaufsvolumens führen, da die Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit für Kundinnen und Kunden abnehmen, was letztendlich zum Verlust von Kundinnen und Kunden führt.  
Verantwortungsvolles Marketing Risiko eigene,
nachgelagert
mittelfristig Missverständliche oder falsche Aussagen (beispielsweise zur Nachhaltigkeit von Amenity-Kits) können zu Reputationsschäden und rechtlichen Haftungen führen. Die Lufthansa Group bekennt sich zu verantwortungsvollem Marketing und Produktangaben, wie im Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Vermarktungspraktiken und Produktangaben gestaltet die Lufthansa Group verantwortungsvoll detailliert beschrieben wird. Bei Produktversprechen und Produktangaben bemüht sich die Lufthansa Group, wahrheitsgemäße und nicht irreführende Aussagen zu treffen. Detailliertere Informationen zu den Konzepten finden sich im Kapitel ↗ ESRS S4 Konsumenten und Endverbraucher – Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Chance eigene,
nachgelagert
mittelfristig Durch die Bereitstellung fortschrittlicher Passagierinformationen an das Data Insight Lab kann die Lufthansa Group die Kundenerfahrung verbessern, Wettbewerbsvorteile sichern und loyale Kundinnen und Kunden gewinnen. Die API-Datenanalyse liefert Einblicke in das Passagierverhalten, Trends und Muster, was zu optimierten Prozessen und erhöhten Einnahmen durch zielgerichtete Angebote und personalisierte Empfehlungen führen kann.
G1 – Unternehmensführung
Unternehmenskultur Positive Auswirkung eigene mittelfristig Durch die Schaffung eines ethischen Umfelds fördert die Lufthansa Group eine verantwortungsvolle und sozialbewusste Gesellschaft, was Mitarbeitenden und Gemeinschaft zugutekommt. Ein verantwortungsbewusstes und gesetzeskonformes Verhalten ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur der Lufthansa Group und in ihrer Konzernstrategie verankert, siehe Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung. Die Lufthansa Group hat diese Unternehmenskultur im Code of Conduct sowie weiteren Konzepten eingebettet, siehe Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Chance eigene mittelfristig Eine positive Ethik- und Compliance-Kultur kann Mitarbeiterbindung und -engagement verbessern, zukünftige Talente anziehen und die Wahrscheinlichkeit von Fehlverhalten reduzieren, was positive Effekt auf finanzielle, reputations- und recruitingbezogene Ergebnisse zur Folge haben kann.
Schutz von Whistleblowern Positive Auswirkung vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittelfristig Der Schutz von Hinweisgebenden ermöglicht es der Lufthansa Group, Fehlverhalten aufzudecken, Menschen und Umwelt zu schützen, Transparenz zu fördern und das Vertrauen der Mitarbeitenden in die Organisation zu stärken. Der Schutz von Whistleblowern ist fest im Code of Conduct der Lufthansa Group verankert und wird im Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Lufthansa Group Code of Conduct definiert den Rahmen für integres und verantwortungsbewussten Handeln erläutert. Zum Schutz von Whistleblowern hat die Lufthansa Group spezielle Meldekanäle sowie umfassende Schutzmaßnahmen etabliert. Detaillierte Informationen hierzu sind im Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Lufthansa Group Code of Conduct definiert den Rahmen für integres und verantwortungsbewussten Handeln zu finden. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Risiko vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittelfristig Verstöße gegen das Hinweisgeberschutzgesetz und das Fehlen angemessener Hinweisgebermaßnahmen können zu Geldstrafen, zur Veröffentlichung vertraulicher Informationen und zu erheblichen Reputationsschäden führen.  
Chance vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittelfristig Der Schutz von Hinweisgebenden kann das Vertrauen der Anspruchsgruppen in das Compliance-System und die Unternehmenskultur stärken und unethisches Verhalten sowie Sanierungskosten reduzieren. Ein modernes, transparentes System kann die Glaubwürdigkeit erhöhen, die Sicherheit der Mitarbeitenden priorisieren, das Vertrauen und die Mitarbeitendenbindung steigern, die Reputation verbessern und Recruitingkosten einsparen.  
Tierschutz Chance vorgelagert,
eigene
mittelfristig Der Einkauf und die Verwendung tierischer Produkte gemäß Tierschutzstandards entlang der Lieferkette und für Kundinnen und Kunden können die Markenintegrität und das Kundenvertrauen stärken. Die Zusammenarbeit mit zertifizierten Lieferanten und die Durchsetzung artgerechter Praktiken in der gesamten Wertschöpfungskette fördern die Kundenbindung und bieten einen Wettbewerbsvorteil. Die Lufthansa Group hat den Tierschutz fest in ihr Geschäftsmodell integriert und eine Analyse der damit verbundenen Risiken vorgenommen. Eine genauere Betrachtung erfolgt im Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Tierschutz wird durch Luft-hansa Cargo und die Passagier-Airlines gezielt adressiert. Lufthansa Cargo erfüllt Vorgaben für Tiertransporte. Darüber hinaus gibt es diverse Initiativen im Bereich der Passagier-Airlines, die im Kapitel ↗ ESRS G1 Unterneh-mensführung – Tierschutz wird durch Lufthansa Cargo und die Passagier-Airlines gezielt adressiert beschrieben sind. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Verwaltung der
Beziehungen zu Lieferanten
einschließlich der Zahlungsmoral
Positive Auswirkung vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittelfristig Eine enge direkte Zusammenarbeit mit Lieferanten oder über Initiativen (beispielsweise im Bereich Forschung und Entwicklung) kann zu umwelt- oder sozialverträglichen Produkten führen.
Klare Auswahlkriterien durch den Supplier Code of Conduct und entsprechende Leistungsbewertungen, die soziale und ökologische Standards verlangen, sollen verantwortungsvolle Praktiken sicherstellen. Nachhaltigkeit wird entlang der globalen Lieferketten vorangetrieben, indem diese Gemeinschaften und Umwelt schützen.
Transparente Zahlungs- und Geschäftslösungen stärken das Vertrauen von Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartnern.
Die Lufthansa Group strebt an, dass ihre Lieferanten die geltenden Gesetze, Richtlinien und Vorschriften zu fairem Wettbewerb, Integrität und verantwortungsvollem Handeln vollständig einhalten, siehe Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Management der Beziehungen zu Lieferanten. Dies ist bei der Lufthansa Group in den Einkaufsprozessen implementiert und wird im Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Management der Beziehungen zu Lieferanten behandelt. Keine aktuellen finanziellen Effekte x
Risiko vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittelfristig Die Nichteinhaltung regulatorischer Anforderungen zur Lieferkettensorgfaltspflicht beziehungsweise Due Diligence durch Lieferanten und die Lufthansa Group können zu Geschäftsverlusten, Verzögerungen und Störungen durch Strafen, Haftungen, Reputationsschäden und den Ausschluss von Beschaffungsverfahren führen.
Chance vorgelagert,
eigene,
nachgelagert
mittelfristig Klare Auswahlprozesse und ein gutes Lieferantenbeziehungsmanagement können die Reputation und das Vertrauen der Lufthansa Group steigern, neue Kundinnen und Kunden anziehen und den Marktanteil sowie die finanzielle Leistung erhöhen. Ein strategisches Management der eigenen Lieferkette kann die Effizienz und Resilienz erhöhen, was zu Kosteneinsparungen führen kann. Kooperationen mit Blick auf Forschung und Entwicklung sowie ein Wissensaustausch mit externen Lieferanten ermöglichen neue Geschäftslösungen und können die finanzielle Leistung verbessern. Sichere, transparente und innovative Zahlungssysteme haben zusätzlich das Potenzial, Vertrauen und die Loyalität von Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitenden zu stärken.
Politisches Engagement Positive Auswirkung eigene mittelfristig Durch den Austausch mit Parlamentsmitgliedern und politischen Entscheidungstragenden kann die Lufthansa Group ihre Branchenexpertise einbringen, was zu effektiveren Nachhaltigkeitspolitiken und fairen Wettbewerbsbedingungen führen kann. Die Lufthansa Group setzt auf integres Verhalten, das im Einklang mit der Unternehmenskultur steht und verantwortungsvolles politisches Engagement einschließt. Eine detaillierte Darstellung findet sich im Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung. Die Lufthansa Group hat diese Grundsätze in ihrem Code of Conduct verankert und verpflichtet sich zu deren Einhaltung. Detaillierte Informationen hierzu sind im Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung verfügbar. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Risiko eigene mittelfristig Die laufende politische und gesellschaftliche Diskussion über Interessenvertretungen kann zu Medienberichten führen, die die Lobbypraktiken der Lufthansa Group hinterfragen und deren Einfluss und Transparenz bei der Gestaltung von Politik und Regulierungsentscheidungen infrage stellen.  
Chance eigene mittelfristig Die Teilnahme an politischen Dialogen ermöglicht es der Lufthansa Group, ihre Interessen in nationalen und internationalen Vorschriften zu wahren, wodurch Solche Engagements tragen zudem zur Schaffung günstiger Marktbedingungen bei, erweitern potenzielle Märkte und steigern die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der Gruppe.  
Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung, einschließlich Schulungen Negative Auswirkung eigene mittelfristig Das Fehlen von Richtlinien zu Korruptions- und Bestechungsstandards kann die Wahrscheinlichkeit unethischen Verhaltens der Mitarbeitenden erhöhen und das Bewusstsein für Korruption verringern, was unfaire Konkurrenz und Geschäftspraktiken begünstigen kann. Ein verantwortungsbewusstes und regelkonformes Verhalten bildet die Grundlage für die Prävention und Aufdeckung von Korruption, der sich die Lufthansa Group verpflichtet fühlt. Die entsprechenden Detaillierungen und Richtlinien sind im Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung dargelegt. Zur Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung hat die Lufthansa Group ein umfassendes Compliance-Management-System etabliert. Ergänzende Maßnahmen und deren Details werden im Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung erläutert. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
Chance eigene mittelfristig Durch die klare Kommunikation von Kernwerten (zum Beispiel im Rahmen des Code of Conduct) sowie Schulungen zur Korruptionsprävention beabsichtigt die Lufthansa Group, das Verantwortungsbewusstsein ihrer Mitarbeitenden zu stärken und Korruptionsfälle zu verhindern, die den Ruf schädigen und Geschäftseinbußen verursachen können. Die Prävention und Aufdeckung von Korruption können die Attraktivität für Mitarbeitende, Investorinnen und Investoren, Kundinnen und Kunden sowie politische Akteure erhöhen, was potenziell den Umsatz steigert, den Zugang zu Finanzierungen verbessert und langfristige Beziehungen fördert, die kontinuierliches Wachstum und Erfolg unterstützen.  
Vorfälle von Korruption und Bestechung Negative Auswirkung eigene mittelfristig Die globale Geschäftstätigkeit der Lufthansa Group kann zu häufigen Kontakten mit öffentlichen Amtsträgern führen. Eine hohe Anzahl direkter Kontakte zu öffentlichen Amtsträgern sowie umfangreiche Ausgaben für Kundenanreize könnten faire Marktbedingungen untergraben, Entwicklung und Innovation hemmen und das Wirtschaftswachstum bremsen. Ferner könnten sie demokratische Institutionen schwächen, das gesellschaftliche Vertrauen erodieren sowie Ungleichheit, Armut, soziale Spaltung, Sicherheitsprobleme und die Umweltkrise verschärfen. Ein verantwortungsbewusstes und regelkonformes Verhalten bildet die Grundlage für die Prävention und Aufdeckung von Korruption, der sich die Lufthansa Group verpflichtet fühlt. Die entsprechenden Detaillierungen und Richtlinien sind im Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung ausführlich dargelegt. Zur Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung hat die Lufthansa Group ein umfassendes Compliance-Management-System etabliert. Ergänzende Maßnahmen und deren Details sind im Kapitel ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung näher erläutert. Keine aktuellen finanziellen Effekte  
 
1) Wesentliche Änderungen im Vergleich zum Berichtsjahr 2024 werden im Fließtext unter der Tabelle erläutert.

Im Zuge der Validierung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden die Beschreibungen der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen weiter präzisiert, fokussiert und einer kritischen Neubewertung unterzogen. Wo erforderlich, erfolgten entsprechende Anpassungen. Die grundlegenden Standards für die Lufthansa Group bleiben unverändert- Lediglich bei einzelnen Unterthemen gab es gezielte Änderungen. Die aggregierten Aspekte wurden entsprechend aktualisiert. Die vorgenommenen Anpassungen sind in T054 gekennzeichnet und werden im Folgenden erläutert:

  • E1: Die Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden neu strukturiert. Unter dem aggregierten Aspekt „regulatorische und marktbezogene Effekte“ werden nun sowohl wesentliche Risiken als auch wesentliche Auswirkungen berichtet. Für den Aspekt „Auswirkungen auf den Klimawandel durch Kondensstreifen“ wurde im Berichtsjahr keine wesentliche Chance identifiziert.
  • E5: Die Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcenab- und -zuflüssen bei Produkten und Dienstleistungen wurden unter dem aggregierten Aspekt „Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung“ zusammengeführt. Die inhaltlichen Grundlagen bleiben weitgehend bestehen, wurden jedoch zusammengefasst und sprachlich präzisiert. Das Unterthema „Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen“ wurde als nicht wesentlich eingestuft.
  • S1: Das Unter-Unterthema „angemessene Löhne“ wurde im Rahmen der Validierung neu bewertet und ist nicht mehr wesentlich. Im aggregierten Aspekt „Tarifverträge und sozialer Dialog/Vereinigungen“ wurden mehrere Unter-Unterthemen zusammengefasst. Der neu ergänzte aggregierte Aspekt „Sichere und attraktive Beschäftigung“ vereint Auswirkungen, Risiken und Chancen aus dem bisherigen Aspekt „sozialer Schutz“ mit weiteren wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen. In den aggregierten Aspekten „Flexible Arbeitsgestaltung“, „Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion“ sowie „Datensicherheit“ wurden keine wesentlichen Risiken identifiziert. Im aggregierten Aspekt „Gesundheit und Arbeitssicherheit“ wurde keine wesentliche Chance mehr festgestellt.
  • S2: Die wesentlichen Unter-Unterthemen wurden zusammengeführt und werden nun als ein aggregierter Aspekt „Menschen- und Arbeitsrechte in der Wertschöpfungskette“ ausgewiesen.
  • S4: Eine wesentliche Chance wurde vom Aspekt „Gesundheit & Sicherheit“ zum Aspekt „Verantwortungsvolles Marketing“ verschoben.
  • G1: Für den Aspekt „Unternehmenskultur“ wurde kein wesentliches Risiko identifiziert. Im Bereich „Tierschutz“ wurden weder wesentliche Risiken noch wesentliche Auswirkungen festgestellt. Im aggregierten Aspekt „Verwaltung der Beziehungen zu Lieferanten einschließlich der Zahlungsmoral“ wurden keine wesentlichen negativen Auswirkungen identifiziert. Im aggregierten Aspekt „Verwaltung der Beziehungen zu Lieferanten einschließlich der Zahlungsmoral“ wurden keine wesentlichen negativen Auswirkungen identifiziert.
Resilienz der Strategie und des Geschäftsmodells in Bezug auf die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen

Die Lufthansa Group bewertet die Resilienz ihrer Strategie und ihres Geschäftsmodells gegenüber wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen auf Basis eines integrierten, konzernweiten Ansatzes. Grundlage der Analyse bildet die durch das Risikomanagement bereitgestellte Nettobetrachtung der Risiken, in der sowohl bestehende als auch geplante Maßnahmen berücksichtigt werden. Dadurch wird es ermöglicht, dass die Bewertung der Resilienz konsistent mit den konzernweiten Risikoprozessen erfolgt. Risiken und Chancen werden im Rahmen der Resilienzanalyse durch die jeweils zuständigen Fachbereiche eingeordnet. Ein Risiko gilt als beherrschbar und somit das Unternehmen als resilient, wenn nach der Umsetzung geeigneter Maßnahmen ein akzeptables Restrisiko verbleibt. Chancen werden anhand der erforderlichen Maßnahmen zur Realisierung sowie der grundsätzlichen Finanzierungsfähigkeit der Lufthansa Group bewertet. Liegen sowohl Maßnahmen als auch deren Finanzierungsfähigkeit vor, verfügt die Lufthansa Group über die Voraussetzungen, um die jeweilige Chance erfolgreich zu nutzen.

Der Resilienzansatz wird über alle wesentlichen Risiken und Chancen hinweg angewendet und ermöglicht eine einheitliche Beurteilung der Widerstandsfähigkeit aus strategischer und operativer Perspektive. Dabei werden kurz, mittel- und langfristige Risiken und Chancen auf Basis der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert. Die Resilienzanalyse erfolgt jährlich mit Fokus auf den jeweiligen Berichtszeitraum. Berücksichtigt werden sowohl bestehende Maßnahmen (innerhalb der nächsten zwölf Monate) als auch geplante Maßnahmen (über den Zeitraum hinaus). Die Nettorisiken werden dabei auf Basis des aktuellen Umsetzungsstands kurzfristig bewertet.

Im Bereich Umwelt adressiert die Lufthansa Group zentrale Themen wie Klimawandel (E1), Umweltverschmutzung (E2) und die Kreislaufwirtschaft (E5).

E1 – Klimawandel:

Klimarisiken und -chancen stellen für die Lufthansa Group zentrale Einflussfaktoren auf Strategie und Geschäftsmodell dar. Ergänzend zur Resilienzanalyse wurde eine vertiefende Klimarisikoanalyse durchgeführt, die sowohl physische Risiken – etwa durch zunehmende Wetterextreme – als auch transitorische Risiken infolge regulatorischer und marktseitiger Entwicklungen berücksichtigt. Diese Analyse erweitert die Grundlage für die Bewertung der Resilienz der Lufthansa Group und unterstützt die Einschätzung, inwieweit Strategie und Geschäftsmodell gegenüber klimabezogenen Risiken und Chancen resilient sind. Aufsetzend auf den Erkenntnissen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse und der Klimarisikoanalyse hat die Lufthansa Group eine Resilienzanalyse durchgeführt. Nach der Analyse bestehender und geplanter Maßnahmen sowie der Bewertung der kurzfristigen Nettorisiken und Chancen im Themenfeld Klimawandel kann die Lufthansa Group als resilient gegenüber den Risiken bewertet werden. Darüber hinaus weist die Lufthansa Group die Fähigkeit auf, die identifizierten Chancen zu nutzen. ↗ E1 – ESRS 2 IRO-1 – Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen.

E2 – Umweltverschmutzung:

Lärmbelastung stellt für die Lufthansa Group ein relevantes Umweltthema dar. Die Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Fluglärm werden kontinuierlich analysiert und im Austausch mit relevanten Interessengruppen bewertet. Um die Belastung für Anwohnende in der Nähe von Flughäfen zu verringern und mögliche zukünftige Risiken frühzeitig zu minimieren, investiert die Lufthansa Group fortlaufend in leisere Flugzeuge und optimiert Flugrouten gemeinsam mit der Flugsicherung und den zuständigen staatlichen Stellen im Rahmen operativer Möglichkeiten. Darüber hinaus strebt die Lufthansa Group danach, geltende Lärmvorschriften einzuhalten und beobachtet regulatorische Entwicklungen aufmerksam. Nach der Analyse bestehender und geplanter Maßnahmen sowie der Bewertung der kurzfristigen Nettorisiken und Chancen im Themenfeld Lärmbelastung kann die Lufthansa Group als resilient gegenüber den Risiken bewertet werden. Ferner ist sie in der Position, die identifizierten Chancen im Bereich Umweltverschmutzung zu erschließen. ↗ E2 – ESRS 2 IRO-1 – Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen.

E5 – Kreislaufwirtschaft und Ressourcen:

Der effiziente Umgang mit Ressourcen und die Förderung zirkulärer Prozesse sind zentrale Handlungsfelder der Lufthansa Group. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich Kreislaufwirtschaft – insbesondere in Bezug auf Ressourcennutzung, Abfallvermeidung und Materialkreisläufe – werden analysiert und bewertet, um Ansatzpunkte für mehr Ressourceneffizienz und geschlossene Stoffkreisläufe zu identifizieren. Zur Reduktion von Ressourcenverbrauch und Abfallmengen setzt die Lufthansa Group ein breites Maßnahmenpaket um: Ersatz von Einwegmaterialien, Einsatz recycelter und wiederverwendbarer Produkte, Einführung geschlossener Stoffkreisläufe sowie Upcycling-Initiativen. Zudem bereiten sich die Passagier-Airlines aktiv auf die Umsetzung der geplanten EU-Regelungen zu Einwegkunststoffen vor, deren Inkrafttreten derzeit für 2030 erwartet wird. Nach der Analyse bestehender und geplanter Maßnahmen sowie der Bewertung der kurzfristigen Nettorisiken und Chancen im Themenfeld Kreislaufwirtschaft und Ressourcen kann die Lufthansa Group als resilient gegenüber den Risiken eingestuft werden. Darüber hinaus ist die Lufthansa Group in der Lage, die identifizierten Chancen zu nutzen. ↗ E5 – ESRS 2 IRO-1 – Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen.

Auch im Bereich Soziales stärkt die Lufthansa Group ihre Resilienz durch die Fokussierung auf Arbeitnehmerrechte (S1), Menschenrechte (S2) und Kundenzufriedenheit (S4).

S1 – Arbeitskräfte des Unternehmens:

Die Lufthansa Group legt Wert auf die Sicherheit, das Wohlergehen und die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden. Im Rahmen der Personalstrategie werden die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen analysiert und im gesamtheitlichen Resilienzansatz bewertet. Zur Stärkung der Resilienz setzt die Lufthansa Group auf vielfältige Maßnahmen, von verbesserten Arbeitsbedingungen, Führungs- und Weiterentwicklungsprogrammen über Initiativen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bis hin zu umfassenden Gesundheits- und Arbeitssicherheitsmaßnahmen. Ergänzend werden Schulungen, Audits und ein fortlaufender Dialog mit Sozialpartnern umgesetzt mit dem Ziel, Arbeits- und Menschenrechtsstandards einzuhalten. Nach der Analyse bestehender und geplanter Maßnahmen sowie der Bewertung der kurzfristigen Nettorisiken und Chancen kann die Lufthansa Group als resilient gegenüber den Risiken im Themenfeld Arbeitskräfte des Unternehmens bewertet werden. Sie erfüllt außerdem die Voraussetzungen, um die identifizierten Chancen erfolgreich zu nutzen. ↗ S1 – ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell.

S2 – Mitarbeitende in der Wertschöpfungskette:

Die Resilienz gegenüber menschen- und arbeitsrechtlichen Risiken wird durch die Integration der Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) in die Geschäftsprozesse sowie durch verschiedene weitere etablierte Verfahren gestärkt. Um menschenrechtliche Auswirkungen zu adressieren, werden umfangreiche Analysen durchgeführt, die sowohl die Auswirkungen als auch Risiken und Chancen entlang der Lieferkette bewerten. Diese Analysen umfassen eine systematische Identifikation von menschen- und arbeitsrechtlichen Auswirkungen in den verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette sowie eine Abwägung hinsichtlich ihrer Schwere und Wahrscheinlichkeit sowie des eigenen Verursachungsbeitrags der Lufthansa Group. Resultierend aus diesen Ergebnissen wurden Maßnahmen definiert, um identifizierte Risiken zu minimieren und potenzielle negative Auswirkungen frühzeitig zu verhindern. Nach der Analyse bestehender und geplanter Maßnahmen sowie der Bewertung der kurzfristigen Nettorisiken und Chancen im Themenfeld Mitarbeitende in der Wertschöpfungskette kann die Lufthansa Group als resilient gegenüber den Risiken eingestuft werden. Die Lufthansa Group ist außerdem positioniert, um die identifizierten Chancen in dem Themenfeld zu nutzen. ↗ S2 – ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell.

S4 – Kunden & Endverbraucher:

Die Lufthansa Group legt großen Wert auf die Sicherheit und Zufriedenheit ihrer Kundinnen und Kunden. Maßnahmen zur Optimierung der Kundenerfahrung und der Einsatz moderner Technologien stärken die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells gegenüber sich wandelnden Kundenanforderungen. Basierend auf Rückmeldungen und Erfahrungen der Kundinnen und Kunden werden in Arbeitskreisen und Fachabteilungen Analysen zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen durchgeführt. Dabei kommen Kundenumfragen, individuelle Gespräche und weitere methodische Verfahren zum Einsatz, um relevante Erkenntnisse zu gewinnen. Nach der Analyse bestehender und geplanter Maßnahmen sowie der Bewertung der kurzfristigen Nettorisiken und Chancen kann die Lufthansa Group als resilient gegenüber den Risiken im Themenfeld Kunden und Endverbraucher bewertet werden, während sie außerdem in der Lage ist, die themenfeldspezifischen Chancen zu realisieren. ↗ S4 – ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell.

G1 – Unternehmensführung:

Im Bereich Unternehmensführung wird die Resilienz durch eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung gestärkt. Die Lufthansa Group hat ein Governance-System etabliert, das ethisches Verhalten und die Einhaltung regulatorischer Vorschriften sicherstellen soll. Durch dieses Governance- und Compliance-System werden die Auswirkungen, Risiken und Chancen der Lufthansa Group analysiert und ausgewertet. Aus dieser Bewertung und Analyse resultieren beispielsweise Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung und Datensicherheitsrichtlinien. Durch mehrmals im Jahr stattfindende externe und interne Prüfungen strebt die Lufthansa Group an, die langfristige Widerstandsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Im Bereich der Unternehmensführung sind Konzepte implementiert, die die wesentlichen Themen adressieren und durch Richtlinien sowie Managementsysteme gesteuert werden. Nach der Analyse bestehender und geplanter Maßnahmen sowie der Bewertung der kurzfristigen Nettorisiken und Chancen im Themenfeld Unternehmensführung kann die Lufthansa Group als resilient gegenüber den Risiken bewertet werden. Darüber hinaus verfügt die Lufthansa Group über die notwendigen Voraussetzungen, um die identifizierten Chancen zu nutzen. ↗ ESRS G1 Unternehmensführung – Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung.

Unternehmensspezifische Offenlegungspflichten

Die wesentlichen Themen der Lufthansa Group werden in der Nachhaltigkeitsberichterstattung durch die verbindlichen Offenlegungspflichten der ESRS umfassend adressiert. Darüber hinaus berichtet die Lufthansa Group über zwei Themen durch zusätzliche unternehmensspezifische Kennzahlen. Diese Kennzahlen beziehen sich auf Lärmbelastung und Einwegplastik.