Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen

T042 Kennzahlen Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen1)
      2025 2024 Veränderung
in %
           
Operative Erträge Mio. € 3.239 3.537 ⁠-⁠8
Operative Aufwendungen Mio. € 3.400 3.744 ⁠-⁠9
Adjusted EBITDA Mio. € 5 ⁠-⁠34  
Adjusted EBIT Mio. € ⁠-⁠92 ⁠-⁠144 36
EBIT Mio. € ⁠-⁠90 ⁠-⁠79 ⁠-⁠14
Segmentinvestitionen Mio. € 135 169 ⁠-⁠20
Mitarbeitende zum 31.12. Anzahl 9.816 9.963 ⁠-⁠1
Mitarbeitende im Jahresdurchschnitt Anzahl 9.849 10.497 ⁠-⁠6
           
1) Vorjahreszahlen aufgrund der Umgliederung der Lufthansa Industry Solutions angepasst.

Zu den Weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen zählen die Servicegesellschaften des Konzerns, vor allem Lufthansa Aviation Training und Lufthansa Systems sowie die Konzernfunktionen der Lufthansa Group. Zum Beginn des Geschäftsjahres 2025 wurde Lufthansa Industry Solutions, die bislang Teil des Geschäftsfelds Technik war, den Weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen zugeordnet. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Die Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH wurde im Juli 2024 verkauft.

Lufthansa Aviation Training profitiert weiterhin von hohem Schulungsbedarf

Die Lufthansa Aviation Training GmbH (LAT) gehört mit ihrer Kompetenz in der Aus- und Weiterbildung von Cockpit- und Kabinenpersonal an zwölf internationalen Ausbildungs- und Trainingsstandorten zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich Aviation Training. Zum Kundenportfolio der LAT zählen die Gesellschaften der Lufthansa Group sowie mehr als 250 nationale und internationale Airlines.

Nach mehreren Jahren mit erhöhtem Schulungsbedarf im Nachgang der Corona-Pandemie hat sich der Trainingsbedarf für Cockpit- und Kabinenbesatzungen im Geschäftsjahr 2025 wieder normalisiert. Entsprechend konnte die LAT ein stabiles Trainingsvolumen in den Geschäftsbereichen Pilot Training und Safety Service Training erreichen.

Auch 2025 wurden wichtige Investitionen in neue Trainingsgeräte und Infrastruktur getätigt. Zum Jahresbeginn wurden an den LAT-Standorten in der Schweiz und in Österreich neue Simulatoren für Langstreckenmuster eingeweiht. Am Flughafen Zürich gingen sowohl ein hochmoderner Full Flight Simulator (FFS) als auch mehrere Cabin Training Devices für den Airbus A350 in Betrieb. In Wien wurde die Simulatorflotte mit einem FFS für den Boeing 787-900 „Dreamliner“ um das erste Langstreckenmodell neuester Generation am Standort ergänzt. Mit diesen Neuanschaffungen setzt LAT ihren strategischen Ansatz um, in räumlicher Nähe zu ihren Airline-Kunden ein optimales Training anzubieten.

Lufthansa Aviation Training beteiligte sich 2025 weiter aktiv an der Entwicklung von innovativen, digitalen Trainingslösungen. So wurde auf dem letzten European Aviation Training Summit (EATS) erstmals der Virtual-Reality-Prototyp des Forschungsprojekts D-CEET vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen „Digital Cabin Emergency Evacuation Trainer“, der Notfall-Szenarien wie Kabinendruckabfall, Brandbekämpfung oder Evakuierungen simulieren kann. Sämtliche Trainings werden rein virtuell durchgeführt und ermöglichen variable Schwierigkeitsgrade sowie Anpassungen an airlinespezifische Verfahren.

Die von LAT betriebene renommierte Flugschule European Flight Academy (EFA) hat sich positiv entwickelt. Im Berichtsjahr verzeichnete sie eine konstant hohe Nachfrage. Rund 300 Nachwuchspilotinnen und -piloten begannen ihre Schulung an den Trainingsstandorten in Deutschland, der Schweiz und den USA.

Auch über das traditionelle Airline-Training hinaus erweitert die LAT ihre Geschäftstätigkeit. Zum Angebot zählen nicht nur von Psychologinnen und Psychologen sowie Pilotinnen und Piloten geleitete Flugangstseminare, sondern auch maßgeschneiderte Trainings der Human Factors Academy zur Stärkung sozialer Kompetenzen.

Das Adjusted EBIT der LAT lag im Geschäftsjahr 2025 bei 19 Mio. EUR (Vorjahr: 21 Mio. EUR).

Lufthansa Systems erzielt weitere Fortschritte als führender IT-Provider der Airline-Branche

Das Geschäftsjahr 2025 markierte nicht nur das 30-jährige Bestehen von Lufthansa Systems, sondern auch einen weiteren wichtigen Schritt in der erfolgreichen Entwicklung als führender IT-Provider für die Airline-Branche. In einem herausfordernden, aber chancenreichen Marktumfeld konnte das Unternehmen seine Position weiter festigen und entscheidende Fortschritte erzielen.

Durch den Aufbau zahlreicher neuer sowie die Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen wurde die internationale Präsenz nachhaltig gestärkt. Ein wesentlicher Meilenstein war auch der Aufbau eines neuen Standorts in Indien, der die globale Delivery-Struktur erweitert und zusätzliche technologische Expertise erschließt.

Gleichzeitig legte der Start eines umfassenden internen Transformationsprogramms die Grundlage für eine signifikante Steigerung der Profitabilität und eine erhöhte Effizienz in zentralen Geschäftsbereichen.

Innerhalb der Lufthansa Group wurde das Geschäft erneut ausgebaut und die Rolle als strategischer Digitalisierungspartner gefestigt. Auch im externen Markt bleibt Lufthansa Systems ein zentraler Erfolgsfaktor für die rund 350 Kunden weltweit.

Das Adjusted EBIT von Lufthansa Systems lag im Geschäftsjahr 2025 bei 9 Mio. EUR (Vorjahr: 2 Mio. EUR).

Lufthansa Industry Solutions liefert innovativen Wertbeitrag für die digitale Transformation

Lufthansa Industry Solutions zählt zu den 20 größten IT-Beratungsunternehmen Deutschlands und unterstützt Digitalisierungsinitiativen innerhalb und außerhalb der Lufthansa Group. Das Unternehmen hat über 3.000 Mitarbeitende und umfasst zehn Gesellschaften und Niederlassungen in Deutschland, in den USA, in der Schweiz und in Albanien, einschließlich des Audi-Joint-Ventures amplimind GmbH und der Cargo Future Communications GmbH.

Im Berichtsjahr setzte Lufthansa Industry Solutions ihren Wachstumskurs konsequent fort und trug kontinuierlich zur digitalen Leistungsfähigkeit der Lufthansa Group bei. Der Beratungsschwerpunkt innerhalb der Lufthansa Group lag bislang vorrangig auf der Weiterentwicklung der HR- und Finanzsysteme sowie IT-Lösungen in den Bereichen Maintenance für Lufthansa Technik und Logistik für Lufthansa Cargo. Das Geschäft mit den Airlines der Lufthansa Group wurde inzwischen deutlich ausgebaut. Neben der Weiterentwicklung von Softwarelösungen und der Stärkung der Cyber Security ist das Know-how der Lufthansa Industry Solutions beim Einsatz von künstlicher Intelligenz und in der Datenstrukturierung besonders gefragt. Ein Effizienzprogramm zur Kostenoptimierung ermöglichte eine nachhaltige Gewinnsteigerung und lieferte wesentliche Ergebnis- und Synergiebeiträge für das ONE IT-Programm der Lufthansa Group.

Aktuell hat Lufthansa Industry Solutions mehr als 300 externe Kunden, von denen der überwiegende Teil aus Bestandskunden mit langfristigen Serviceverträgen besteht. Der Branchenfokus erstreckte sich neben Aviation im Wesentlichen auf Automotive, Logistik, Industrie, Retail und Energie.

Das Adjusted EBIT von Lufthansa Industry Solutions lag im Geschäftsjahr 2025 bei 40 Mio. EUR (Vorjahr: 28 Mio. EUR).

Ergebnis der Konzernfunktionen liegt über dem Vorjahresniveau

Die Ergebnisentwicklung des Segments Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen wird maßgeblich durch die Konzernfunktionen bestimmt, in deren Ergebnis die Währungssicherungs- und Finanzierungsfunktion der Deutschen Lufthansa AG für die Konzerngesellschaften einfließt. Dementsprechend ist das Ergebnis regelmäßig stark von Kursschwankungen beeinflusst.

Die operativen Erträge der Konzernfunktionen stiegen im Berichtsjahr insbesondere aufgrund höherer Kursgewinne um 9 % auf 1.717 Mio. EUR (Vorjahr: 1.581 Mio. EUR). Die operativen Aufwendungen lagen vor allem aufgrund gestiegener variabler Gehaltsbestandteile im Personalaufwand mit 1.934 Mio. EUR um 6 % über Vorjahr (Vorjahr: 1.831 Mio. EUR). Das Adjusted EBIT der Konzernfunktionen verbesserte sich im Geschäftsjahr 2025 um 13 % auf ⁠-⁠217 Mio. EUR (Vorjahr: ⁠-⁠250 Mio. EUR).

Ergebnis der Weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen liegt über Vorjahr

Die operativen Erträge der Weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen sanken im Geschäftsjahr 2025 um 8 % auf 3.239 Mio. EUR (Vorjahr: 3.537 Mio. EUR). Ein Grund hierfür war der Verkauf von AirPlus, deren Erträge noch in den Vorjahreszahlen enthalten sind.

Die operativen Aufwendungen lagen mit 3.400 Mio. EUR um 9 % unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 3.744 Mio. EUR), ebenfalls aufgrund des Verkaufs von AirPlus.

Das Adjusted EBIT verbesserte sich im Berichtsjahr um 36 % auf ⁠-⁠92 Mio. EUR (Vorjahr: ⁠-⁠144 Mio. EUR), unterstützt von Ergebnisverbesserungen bei Lufthansa Systems, Lufthansa Industry Solutions und in den Konzernfunktionen sowie dem Wegfall des im Vorjahr negativen Ergebnisses der AirPlus. Das EBIT betrug ⁠-⁠90 Mio. EUR (Vorjahr: ⁠-⁠79 Mio. EUR).