Passiva

33. Gezeichnetes Kapital
Grundkapital

Das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG beträgt 3.070.164.211,20 EUR. Es ist in 1.199.282.895 vinkulierte, auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 EUR eingeteilt.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Mai 2024 wurde der Vorstand dazu ermächtigt, bis zum 6. Mai 2029 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 1.000.000.000 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital A). Das Bezugsrecht der Aktionärinnen und Aktionäre kann in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Mai 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 8. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um 100.000.000 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Aktien an die Mitarbeitenden (Genehmigtes Kapital B) gegen Bareinlage zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionärinnen und Aktionäre ist ausgeschlossen. Bis zum 31. Dezember 2025 wurde das Grundkapital aufgrund dieser Ermächtigung um insgesamt 9.720.962,56 EUR erhöht, sodass das Genehmigte Kapital B zum Bilanzstichtag noch 90.279.037,44 EUR beträgt.

Der Vorstand ist ermächtigt, im Falle des Eintritts der Voraussetzungen des § 4 Abs. 3 Luft-NaSiG mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage um bis zu 10 % zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionärinnen und Aktionäre auszuschließen. Der Ausgabebetrag der neuen Aktien ist im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzulegen und darf den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreiten. Von der Ermächtigung darf nur in dem Umfang Gebrauch gemacht werden, als dies zu einem Entfall der in § 4 Abs. 3 LuftNaSiG genannten Voraussetzungen erforderlich ist.

Der Vorstand ist ermächtigt, unter den Voraussetzungen des § 5 Abs. 2 LuftNaSiG mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktionärinnen und Aktionäre in dem Umfang, wie es zur Erfüllung der Anforderungen für die Aufrechterhaltung der luftverkehrsrechtlichen Befugnisse erforderlich ist, und in der Reihenfolge des § 5 Abs. 3 LuftNaSiG unter Setzung einer angemessenen Frist mit Hinweis auf die andernfalls mögliche Rechtsfolge, der Aktien nach Maßgabe des § 5 Abs. 7 LuftNaSiG verlustig zu gehen, aufzufordern, sämtliche oder einen Teil der von ihnen gehaltenen Aktien zu veräußern und die Veräußerung der Gesellschaft unverzüglich nachzuweisen.

Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2022 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 306.044.326,40 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaberinnen und Inhaber beziehungsweise Gläubigerinnen und Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die bis zum 9. Mai 2027 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionärinnen und Aktionäre in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Mai 2023 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 8. Mai 2028 zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb ist auf 10 % des derzeitigen Grundkapitals beschränkt und kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionärinnen und Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand sie insbesondere zur Verfolgung der im Beschluss der Hauptversammlung genannten Zwecke verwenden kann. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2023 ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben und entsprechende Derivatgeschäfte abzuschließen.

Im Geschäftsjahr 2025 hat die Deutsche Lufthansa AG unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals B 966.222 Aktien zum Kurs von 7,43 EUR ausgegeben, um sie im Rahmen der Ergebnisbeteiligung für das Jahr 2024 an Mitarbeitende weiterzureichen. Zum 31. Dezember 2025 hielt die Deutsche Lufthansa AG 17.987 eigene Aktien, die aus den Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital B der vergangenen beiden Jahre entstanden sind und ausschließlich für die Ausgabe an Mitarbeitende zur Verfügung stehen.

Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements ist es, über einen guten Kapitalmarktzugang die zukünftigen Finanzmittelbedarfe kostengünstig zu decken und die Tilgung der Finanzschulden zu gewährleisen. Dies soll insbesondere durch ein dauerhaftes Rating im Bereich „Investment Grade“ erreicht werden. Hierfür ist der Verschuldungsgrad, gemessen an der Kennzahl Adjusted Net Debt/Adjusted EBITDA ein bedeutsames Kriterium. Diese Kennzahl betrug zum 31. Dezember 2025 1,8 (Vorjahr: 2,0). Die Kennzahl Adjusted Net Debt umfasst neben der Nettokreditverschuldung auch die Nettopensionsverpflichtungen, wobei in die Berechnung der Nettokreditverschuldung die 2025 begebene Hybridanleihe nur zur Hälfte einbezogen wird.

Die Bilanzrelationen in Bezug auf das Eigen- und das Fremdkapital betrugen zum 31. Dezember 2025 und 2024:

T138 Eigen- und Fremdkapital
  31.12.2025 31.12.2024
  in Mio. € in % der Bilanzsumme in Mio. € in % der Bilanzsumme
           
Eigenkapital 11.711 24,2 11.594 24,6
Fremdkapital 36.683 75,8 35.458 75,4
Gesamtkapital 48.394 100,0 47.052 100,0
           

Im Geschäftsjahr 2025 sank die Eigenkapitalquote trotz positivem Konzernergebnis vor allem aufgrund der negativen Entwicklung der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten zur Sicherung von Währungs- und Zinsrisiken bei gleichzeitig weiterhin hohen fremdfinanzierten Investitionen in Flugzeuge um 0,4 Prozentpunkte auf 24,2 %.

Die Deutsche Lufthansa AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

34. Rücklagen

Die Kapitalrücklage enthält nur das Agio aus Kapitalerhöhungen sowie einer in Vorjahren zurückgezahlten Wandelanleihe. Die übrigen Rücklagen entfallen auf andere Gewinnrücklagen.

Die übrigen neutralen Rücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2025 wie folgt entwickelt:

T139 Erläuterung der erfolgsneutralen Aufwendungen und Erträge (Other comprehensive income)
in Mio. € 2025 2024
     
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung ⁠–⁠ ⁠115 35
Gewinne/Verluste der Periode ⁠–⁠ ⁠115 32
Erfolgswirksame Reklassifizierung von Gewinnen/Verlusten 3
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert (mit Recycling) 5 19
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) ⁠–⁠ ⁠6 1
Gewinne/Verluste der Periode ⁠–⁠ ⁠1 20
Erfolgswirksame Reklassifizierung von Gewinnen/Verlusten
Folgebewertung Hedges – Cashflow Hedge Reserve ⁠–⁠ ⁠1.483 1.048
Folgebewertung Hedges – Kosten der Absicherung 119 ⁠–⁠ ⁠79
Gewinne/Verluste der Periode ⁠–⁠ ⁠1.392 975
Erfolgswirksame Reklassifizierung von Gewinnen/Verlusten 28 ⁠–⁠ ⁠6
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen ⁠–⁠ ⁠34 13
Gewinne/Verluste der Periode – reklassifizierbar ⁠–⁠ ⁠34 13
Gewinne/Verluste der Periode – nicht reklassifizierbar
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 544 177
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (mit Recycling) ⁠–⁠ ⁠4 3
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (ohne Recycling) 7 ⁠–⁠ ⁠4
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern ⁠–⁠ ⁠37 ⁠–⁠ ⁠170
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge nach Ertragsteuern ⁠–⁠ ⁠1.004 1.043
       
T140 Erläuterung der für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (OCI) erfassten Ertragsteuern
  2025 2024
in Mio. € Wert vor
Ertragsteuern
Steueraufwand/
-ertrag
Wert nach
Ertragsteuern
Wert vor
Ertragsteuern
Steueraufwand/
-ertrag
Wert nach
Ertragsteuern
             
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung ⁠–⁠ ⁠115 ⁠–⁠ ⁠115 35 35
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert (mit Recycling) 5 ⁠–⁠ ⁠1 4 19 ⁠–⁠ ⁠3 16
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) ⁠–⁠ ⁠6 2 ⁠–⁠ ⁠4 1 1
Folgebewertung Hedges – Cashflow Hedge Reserve ⁠–⁠ ⁠1.483 364 ⁠–⁠ ⁠1.119 1.048 ⁠–⁠ ⁠259 789
Folgebewertung Hedges – Kosten der Absicherung 119 ⁠–⁠ ⁠34 85 ⁠–⁠ ⁠79 19 ⁠–⁠ ⁠60
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der at-equity-Methode bewerteten Beteiligungen – reklassifizierbar ⁠–⁠ ⁠34 ⁠–⁠ ⁠34 13 13
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 544 ⁠–⁠ ⁠367 177 177 67 244
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (mit Recycling) ⁠–⁠ ⁠4 ⁠–⁠ ⁠4 3 3
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (ohne Recycling) 7 ⁠–⁠ ⁠1 6 ⁠–⁠ ⁠4 6 2
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (OCI) ⁠–⁠ ⁠967 ⁠–⁠ ⁠37 ⁠–⁠ ⁠1.004 1.213 ⁠–⁠ ⁠170 1.043
               

Innerhalb der neutralen Steueraufwendungen in Verbindung mit der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungssysteme schlugen sich im Berichtsjahr auch Anpassungen der latenten Steuern im Hinblick auf die verabschiedeten Körperschaftsteuersatzreduktionen ab dem Jahr 2028 in Höhe von 139 Mio. EUR nieder. Weitere Informationen zu den Auswirkungen der Körperschaftsteuersatzänderung sind in ↗ Erläuterung 14 dargestellt. Die Veränderung des Eigenkapitals insgesamt ist Tabelle ↗ T088 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zu entnehmen.

35. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen in der Lufthansa Group umfassen sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pläne und enthalten Verpflichtungen aus laufenden Pensionen sowie Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen.

Durch die Pensionspläne ist der Konzern neben verschiedenen versicherungsmathematischen Risiken wie Zinsrisiko, Langlebigkeitsrisiko sowie Risiko aus Gehaltssteigerungen vor allem finanziellen Risiken im Zusammenhang mit dem Planvermögen ausgesetzt.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen für Mitarbeitende der Lufthansa Group entfallen im Wesentlichen auf Pensionsverpflichtungen in Deutschland sowie in der Schweiz, Österreich und den USA. Es bestehen differenzierte Zusagen für einzelne Mitarbeitergruppen.

Deutschland

In den Jahren 2015 bis 2017 wurde für alle Beschäftigungsgruppen die Umstellung der leistungsorientierten Pläne auf beitragsorientierte Leistungspläne mit garantiertem Beitragserhalt während der Anwartschaftszeit abgeschlossen. Für die einzelnen Beschäftigungsgruppen (Boden, Cockpit, Kabine) gelten im Einzelnen unterschiedliche Detailregelungen und abweichende Umstellungszeitpunkte, wobei die bis zum jeweiligen Umstellungszeitpunkt unter den Vorgängersystemen erworbenen Anwartschaften grundsätzlich in der Altersversorgung unverändert fortgeführt werden. Das System sieht vor, dass für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter ein Beitragskonto geführt wird, auf dem durch die beschäftigende Gesellschaft laufend von der Gehaltshöhe abhängige Beiträge gutgeschrieben werden. Der Wert des Beitragskontos hängt von der Kursentwicklung speziell dafür eingerichteter Altersklassen-Fonds ab, in denen die Beiträge grundsätzlich gleichlautend ausfinanziert werden. Die Gesellschaft sichert für diese Versorgungskonten im Falle von Boden- und Kabinenbeschäftigten den Erhalt der eingezahlten Beiträge beziehungsweise für Cockpitbeschäftigte eine Mindestverzinsung in Höhe des Garantiezinses der Lebensversicherer (derzeit 1 % pro Jahr) zu. Darüber hinaus können Mitarbeitende Eigenbeiträge auf das Beitragskonto einbringen. Im Versorgungsfall wird das angesammelte Versorgungsguthaben auf Basis des jeweils gültigen BilMoG-Zinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB und unter Berücksichtigung einer jährlichen Rentenanpassung von 1 % verrentet. Optional besteht für alle drei Berufsgruppen auch die Möglichkeit, sich das Versorgungsguthaben in einer Summe oder in Raten auszahlen zu lassen.

Für Mitarbeitende im Cockpit besteht neben der Altersversorgung auch eine Übergangsversorgung, die den Zeitraum von der Beendigung des aktiven fliegerischen Beschäftigungsverhältnisses bis zum Beginn der gesetzlichen beziehungsweise betrieblichen Altersversorgung abdeckt. Die Versorgungsleistung in der Übergangsversorgung hängt von den erworbenen Dienstjahren und dem letzten Gehalt vor dem Ausscheiden ab (Endgehaltsplan). Während des Bezugs der Übergangsversorgung werden den Beitragskonten für die Altersversorgung weiterhin Beiträge gutgeschrieben. Seit dem Jahr 2021 liegt das vorgesehene durchschnittliche Ausscheidealter für Pilotinnen und Piloten bei 60 Jahren.

Der Verpflichtungsumfang aus den kapitalmarktorientierten Komponenten der betrieblichen Altersversorgung für Boden-, Kabinen- und Cockpitmitarbeitende wird in Höhe des Zeitwerts der den Versorgungskonten gutgeschriebenen Wertpapieren angesetzt, mindestens jedoch in Höhe des jeweiligen versicherungsmathematischen Barwerts der Garantieleistung. Planvermögen und Versorgungsverpflichtung werden saldiert dargestellt. Der Dienstzeitaufwand ergibt sich bei diesen Zusagen aus den im Geschäftsjahr auf den Beitragskonten gutgeschriebenen Arbeitgeberbeiträgen.

Zur Finanzierung und Absicherung künftiger Rentenzahlungen und zur Ausfinanzierung der Versorgungsverpflichtungen werden Treuhandmodelle in Form einer doppelseitigen zweistufigen Treuhandschaft (CTA) eingesetzt.

Der Lufthansa Pension Trust e. V. ist als der wesentliche Vermögenstreuhänder für die Absicherung der weiterhin klassischen leistungsorientierten Plankomponenten eine separate rechtliche Einheit und unterliegt den regulatorischen Bestimmungen in Deutschland. Die Deutsche Lufthansa AG beschließt in Absprache mit dem Treuhänder und den übrigen Treugebern über Dotierungen und führt diese Mittel im Fall der Dotierung dem Lufthansa Pension Trust e. V. zu. An dem Treuhandmodell sind neben der Deutschen Lufthansa AG auch die Tochtergesellschaften Lufthansa Technik AG und Lufthansa Cargo AG beteiligt. Das Treuhandvermögen wird im Wesentlichen von einer maltesischen Gesellschaftsstruktur gehalten. Das Investment Board der Lufthansa Malta Pension Holding entscheidet über die endgültige Aufteilung der Mittel auf Anlageklassen (Asset-Allokation). Das eigentliche Asset-Management ist an Fondsgesellschaften übertragen, deren Handlungsrahmen sich an allgemeinen Anlagegrundsätzen orientiert, die vom Investment Board vorgegeben werden.

Für andere deutsche Tochtergesellschaften wurde Vermögen zur Deckung der weiterhin leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen bei der Deutschen Treuinvest Stiftung mit der gleichen Anlagestrategie investiert.

Auch das Vermögen zur Deckung der Pensionsverpflichtungen aus den beitragsorientierten Leistungsplänen wird im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements durch die Deutsche Treuinvest Stiftung als Treuhänder verwaltet. Das Kapital wird in sogenannten Altersklassenfonds angelegt, deren Anlagestrategie auf einem Lebenszyklusmodell basiert. Mit zunehmendem Alter der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters wird sukzessive weniger in chancen- beziehungsweise risikoreichere und mehr in konservative Anlageklassen investiert. Die Gesellschaft hat einen Anlageausschuss eingesetzt, der für die Festlegung und Überprüfung der Anlagestrategie, wie zum Beispiel der Zusammensetzung der Altersklassenfonds sowie der laufzeitabhängigen Aufteilungsregel, zuständig ist.

Gesetzliche Mindestdotierungsverpflichtungen bestehen in Deutschland nicht. Die im Geschäftsjahr ermittelten Altersversorgungsbeiträge der Mitarbeitenden wurden vollständig in das Planvermögen dotiert. Aus den Planvermögen für die deutschen Versorgungsverpflichtungen wurden für geleistete Rentenzahlungen des aktuellen Geschäftsjahres insgesamt 290 Mio. EUR (Vorjahr: 325 Mio. EUR) entnommen.

Schweiz

Die Pensionsverpflichtungen in der Schweiz beruhen zum überwiegenden Teil auf gesetzlichen Verpflichtungen. Die Versorgungsleistungen werden über Pensionskassen finanziert. Die Pläne umfassen neben der Altersversorgung auch Leistungen bei Invalidität sowie eine Hinterbliebenenversorgung. Die Begünstigten können zwischen Rentenbezug und Einmalzahlung wählen. Das Renteneintrittsalter der Pläne liegt in der Regel zwischen 58 und 65 Jahren. Es werden sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskasse entrichtet, wobei das Unternehmen Beiträge zu leisten hat, die mindestens den in den Planbedingungen vorgegebenen Arbeitnehmerbeiträgen entsprechen. Die Beiträge werden prozentual gestaffelt vom versicherten Lohn abgeleitet. Im Fall einer Unterdeckung können entweder die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge erhöht werden, eine Minderverzinsung entschieden oder andere gesetzlich zulässige Maßnahmen getroffen werden. Die Entscheidung trifft der Stiftungsrat der entsprechenden Vorsorgestiftung. Strategien des Stiftungsrats zum Ausgleich einer Unterdeckung basieren auf dem Bericht der Pensionskassenexpertinnen und -experten und müssen der Regulierungsbehörde vorgelegt werden. Eine Zustimmung der Behörde ist jedoch nicht erforderlich.

Österreich

Für Mitarbeitende der Austrian Airlines AG bestehen im Wesentlichen beitragsorientierte Pensionsverpflichtungen, die in eine Pensionskasse ausgelagert sind. Sie beinhalten eine Alters-, Berufsunfähigkeits- sowie Hinterbliebenenversorgung.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen bei der Austrian Airlines AG betreffen ehemalige Direktions- und Vorstandsmitglieder sowie Pensionsbezieherinnen und -bezieher. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen für das Bodenpersonal sind beitragsfrei gestellt und werden durch Verrentung des Planvermögens ermittelt. Infolge einer kollektivvertraglichen und einer gesetzlichen Änderung im Jahr 2023 wurden die bestehenden leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen an eine Pensionskasse übertragen. In diesem Zusammenhang war Austrian Airlines AG verpflichtet, Zahlungen in Höhe von insgesamt 46 Mio. EUR an die Pensionskasse zu leisten. Im Jahr 2025 wurden alle noch ausstehenden Zahlungen geleistet. Die Pensionsverpflichtung und das zugehörige Planvermögen wurden im Zuge dessen ausgebucht, da keine weiteren Verpflichtungen gegenüber den Leistungsempfängern mehr bestehen.

Des Weiteren bestehen Ansprüche auf Abfindungszahlungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Abfertigung).

USA und weitere Länder

Für weitere Mitarbeitende im Ausland bestehen in geringem Umfang ebenfalls Zusagen für Altersversorgung, die im Wesentlichen von der Betriebszugehörigkeit und dem bezogenen Gehalt abhängig sind. Die Leistungen werden in der Regel über externe Fonds finanziert. In den vom Volumen her umfangreichsten Versorgungsplänen in den USA und in Großbritannien können keine neuen Ansprüche mehr erworben werden. Im Geschäftsjahr wurde begonnen, die Verpflichtungen in Großbritannien an eine Versicherung zu übertragen. Der Abschluss des Verfahrens und die endgültige Ausbuchung des Pensionsplans werden für das Geschäftsjahr 2027 erwartet. In diesem Zusammenhang wurden Abgeltungsaufwendungen von 8 Mio. EUR erfasst.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge für leistungsorientierte Zusagen setzen sich wie folgt zusammen:

T141 Leistungsorientierte Versorgungszusagen
  31.12.2025 31.12.2024
in Mio. € Leistungs-
orientierte
Verpflichtun-
gen (DBO)
Beizulegen-
der Zeitwert
des Plan-
vermögens
Auswirkun-
gen der Ver-
mögenswert-
begrenzung
Nettobilanz-
ansatz aus
leistungs-
orientierten
Zusagen
Leistungs-
orientierte Verpflichtun-
gen (DBO)
Beizulegen-
der Zeitwert
des Plan-
vermögens
Auswirkun-
gen der Ver-
mögenswert-
begrenzung
Nettobilanz-
ansatz aus
leistungs-
orientierten
Zusagen
                 
Deutschland – Altersversorgung 14.229 ⁠–⁠ ⁠13.666 563 14.184 ⁠–⁠ ⁠13.269 915
Deutschland – Übergangsversorgung 1.565 ⁠–⁠ ⁠11 1.554 1.588 ⁠–⁠ ⁠14 1.574
Schweiz 4.454 ⁠–⁠ ⁠4.928 200 ⁠–⁠ ⁠274 4.354 ⁠–⁠ ⁠4.510 110 ⁠–⁠ ⁠46
Österreich 65 65 292 ⁠–⁠ ⁠184 108
USA 88 ⁠–⁠ ⁠100 ⁠–⁠ ⁠12 104 ⁠–⁠ ⁠117 ⁠–⁠ ⁠13
Andere Länder 328 ⁠–⁠ ⁠287 41 340 ⁠–⁠ ⁠302 38
Bilanzwerte 20.729 ⁠–⁠ ⁠18.992 200 1.937 20.862 ⁠–⁠ ⁠18.396 110 2.576
davon Pensionsrückstellungen 2.364 2.692
davon Sonstige Vermögenswerte 427 116
                   

Die Vermögenswertbegrenzung ergibt sich für Pläne in der Schweiz, bei denen der Marktwert des Planvermögens die leistungsorientierte Verpflichtung übersteigt, dieser Überschuss dem Plan aber nicht durch Auszahlungen oder zukünftig unter dem Dienstzeitaufwand liegende Beiträge in das Planvermögen entzogen werden kann. Von den Planvermögensüberhängen entfallen 276 Mio. EUR auf Pläne in der Schweiz und 132 Mio. EUR auf Pläne in Deutschland.

Der Gesamtbetrag der leistungsorientierten Verpflichtungen verteilt sich wie folgt auf die Anspruchsberechtigten:

T142 Aufteilung der leistungsorientierten Zusagen
in Mio. € 2025 2024
     
Aktive Beschäftigte 12.444 12.074
Unverfallbar ausgeschiedene Beschäftigte 1.949 2.082
Rentnerinnen und Rentner 6.336 6.706
  20.729 20.862
       

Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2025 15 Jahre (Vorjahr: 16 Jahre).

Die Entwicklung zwischen dem Eröffnungssaldo und dem Schlusssaldo der Pensionsverpflichtung, des Planvermögens und der Pensionsrückstellung stellt sich wie folgt dar:

T143 Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmende
  2025 2024
in Mio. € Leistungs-orientierte Verpflich-tungen (DBO) Beizulegen-der Zeitwert des Planver-mögens Summe Auswirkung-en der Ver-mögenswert-begrenzung Nettobilanz-ansatz aus leistungsori-entierten Zu-sagen Leistungs-orientierte Verpflich-tungen (DBO) Beizulegen-der Zeitwert des Planver-mögens Summe Auswirkung-en der Ver-mögenswert-begrenzung Nettobilanz-ansatz aus leistungsori-entierten Zu-sagen
                     
Anfangsbestand 1. Januar 20.862 ⁠-⁠18.396 2.466 110 2.576 19.737 ⁠-⁠17.159 2.578 105 2.683
Laufender Dienstzeitaufwand 575 575 575 535 535 535
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand/Effekte aus Kürzungen 4 4 4 22 22 22
Zinsaufwand/Zinserträge 637 ⁠-⁠548 89 1 90 619 ⁠-⁠525 94 1 95
Im Gewinn und Verlust erfasster Gesamtbetrag 1.216 ⁠-⁠548 668 1 669 1.176 ⁠-⁠525 651 1 652
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Veränderung finanzieller Annahmen ⁠-⁠1.135 ⁠-⁠1.135 ⁠-⁠1.135 198 198 198
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Veränderung demografischer Annahmen ⁠-⁠24 ⁠-⁠24 ⁠-⁠24 4 4 4
Gewinne/Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen 579 579 579 296 296 296
Wertentwicklung des Planvermögens abzüglich der in den Zinsen erfassten Beträge ⁠-⁠51 ⁠-⁠51 87 36 ⁠-⁠680 ⁠-⁠680 5 ⁠-⁠675
Im sonstigen Ergebnis erfasster Gesamtbetrag ⁠-⁠580 ⁠-⁠51 ⁠-⁠631 87 ⁠-⁠544 498 ⁠-⁠680 ⁠-⁠182 5 ⁠-⁠177
Beiträge zum Plan – Arbeitnehmende 156 ⁠-⁠153 3 3 168 ⁠-⁠168 - -
Beiträge zum Plan – Arbeitgeber ⁠-⁠535 ⁠-⁠535 ⁠-⁠535 ⁠-⁠417 ⁠-⁠417 ⁠-⁠417
Rentenzahlungen ⁠-⁠721 472 ⁠-⁠249 ⁠-⁠249 ⁠-⁠669 518 ⁠-⁠151 ⁠-⁠151
Abgeltungszahlungen ⁠-⁠204 211 7 7 ⁠-⁠3 1 ⁠-⁠2 ⁠-⁠2
In der Konzern-Kapitalflussrechnung erfasster Gesamtbetrag ⁠-⁠769 ⁠-⁠5 ⁠-⁠774 ⁠-⁠774 ⁠-⁠504 ⁠-⁠66 ⁠-⁠570 ⁠-⁠570
Währungsdifferenzen 28 ⁠-⁠31 ⁠-⁠3 2 ⁠-⁠1 ⁠-⁠34 32 ⁠-⁠2 ⁠-⁠1 ⁠-⁠3
Veränderungen im Konsolidierungskreis ⁠-⁠28 11 ⁠-⁠17 ⁠-⁠17 ⁠-⁠12 4 ⁠-⁠8 ⁠-⁠8
Sonstiges/Umbuchungen - 28 28 28 1 ⁠-⁠2 ⁠-⁠1 ⁠-⁠1
Endstand 31. Dezember 20.729 ⁠-⁠18.992 1.737 200 1.937 20.862 ⁠-⁠18.396 2.466 110 2.576
davon Pensionsrückstellungen 2.364 2.692
davon Barwert der nicht fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen 248 292
davon aktive Überhänge des Planvermögens über die Pensionsverpflichtung 427 116
                       

Der Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen und die Zinserträge aus dem Planvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der laufende Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden im Personalaufwand erfasst.

Der im Berichtsjahr angefallene nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand resultiert aus nachträglichen Leistungserhöhungen im Zusammenhang mit Aufhebungsvereinbarungen in Deutschland. Aufwandsreduzierend wirkten Erträge aus Plananpassungen in der Schweiz.

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus Änderungen der finanziellen Annahmen beinhalten vor allem Gewinne aus den gegenüber Vorjahr gestiegenen Abzinsungssätzen. Gegenläufig führten vor allem die Wertentwicklung der Anlagen der kapitalmarktorientierten Versorgung in Deutschland und nicht antizipierte gestiegene versorgungsrelevante Vergütungen in der Schweiz zu einer Zunahme der Verpflichtungen und daraus resultierend zu erfahrungsbedingten Verlusten.

Das Planvermögen erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Wertzuwachs von 599 Mio. EUR (Vorjahr: Wertzuwachs von 1.205 Mio. EUR). Dieser Betrag setzt sich aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Zinsertrag und der Neubewertungskomponente für das Planvermögen zusammen.

Informationen über Steueransprüche im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen sind in Tabelle ↗ T110 Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten zu finden.

Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen und des zugehörigen Planvermögens wurden folgende wesentliche versicherungsmathematische Annahmen zugrunde gelegt:

T144 Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen bei deutschen Gesellschaften
in % 31.12.2025 31.12.2024
     
Zinssatz    
Altersversorgung 4,2 3,6
Übergangsversorgung 4,2 3,6
Gehaltssteigerung    
Altersversorgung 2,5 2,5
Übergangsversorgung 2,5 2,5
Rentensteigerung    
Altersversorgung 1,0 1,0
Übergangsversorgung 2,5 2,5
       

Als biometrische Rechnungsgrundlage werden bei den deutschen Konzerngesellschaften die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet.

T145 Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen bei ausländischen Gesellschaften
in % 31.12.2025 31.12.2024
     
Zinssatz    
Österreich 4,2 3,6
Schweiz 1,3 1,0
USA 5,3 5,5
Gehaltssteigerung    
Österreich1) 2,0 2,0
Schweiz 1,8 1,8
USA
Rentensteigerung    
Österreich 1,8
Schweiz
USA
       
1) Betrifft die Abfertigungsleistungen.

Als biometrische Rechnungsgrundlage werden für die Schweiz die BVG-2020-Generationentafeln verwendet.

Die folgende Übersicht zeigt, wie der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung durch Änderungen der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen für die wesentlichen oben beschriebenen Pensionspläne beeinflusst worden wäre.

T146 Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen
  Auswirkung auf
die leistungs-
orientierte
Verpflichtung
zum 31.12.2025
in Mio. €
Veränderung
in %
Auswirkung auf
die leistungs-
orientierte
Verpflichtung
zum 31.12.2024
in Mio. €
Veränderung
in %
         
Barwert der Verpflichtung1) 20.729 20.862
Zinssatz        
Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte 19.630 ⁠–⁠ ⁠5,3 19.650 ⁠-⁠ ⁠5,8
Minderung um 0,5 Prozentpunkte 21.642 + 4,4 21.933 + 5,1
Gehaltstrend        
Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte 20.773 + 0,2 20.910 + 0,2
Minderung um 0,5 Prozentpunkte 20.683 ⁠–⁠ ⁠0,2 20.817 ⁠-⁠0,2
Rententrend        
Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte 20.931 + 1,0 21.086 + 1,1
Minderung um 0,5 Prozentpunkte 20.718 ⁠–⁠ ⁠0,1 20.851 ⁠-⁠0,1
           
1) Barwert der Verpflichtung unter Anwendung der Annahmen entsprechend den Tabellen „Versicherungsmathematische Annahmen“.

Eine Absenkung der in den Pensionsverpflichtungen berücksichtigten Sterbewahrscheinlichkeiten um 10 % führt zu einer in Abhängigkeit vom individuellen Alter jeder beziehungsweise jedes Begünstigten unterschiedlichen Erhöhung der Lebenserwartung. Dies entspricht in etwa einer Verlängerung der Lebenserwartung um ein Jahr für einen heute 55-jährigen männlichen Mitarbeiter. Eine zehnprozentige Senkung der Sterbewahrscheinlichkeiten würde in der Folge zu einer Erhöhung des Barwerts der wesentlichen Leistungsverpflichtungen in Deutschland und in der Schweiz zum 31. Dezember 2025 um 304 Mio. EUR (Vorjahr: 343 Mio. EUR) führen.

Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, das heißt, mögliche Interaktionseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden nicht berücksichtigt.

Das Planvermögen setzte sich wie folgt zusammen:

T147 Zusammensetzung des Planvermögens
  31.12.2025 31.12.2024
  Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt
  vorhanden
in Mio. €
nicht vorhanden
in Mio. €
in Mio. € in % vorhanden
in Mio. €
nicht vorhanden
in Mio. €
in Mio. € in %
                 
Aktien     5.505 29,0     4.535 24,7
Europa 3.390     2.529    
Andere 2.115     2.006    
Festverzinsliche Wertpapiere     8.883 46,8     9.143 49,7
Staatsanleihen 1.179     2.158    
Unternehmensanleihen 7.704     6.985    
Aktienfonds 245 245 1,3 203 203 1,1
Rentenfonds 236 236 1,2 223 223 1,2
Geldmarktanlagen 381 381 2,0 738 738 4,0
Immobilien     1.454 7,7     1.421 7,7
Direkte Anlagen 1.106        
Indirekte Anlagen 81 267     1.096 325    
Versicherungsverträge 128 135 263 1,4 130 130 0,7
Bankguthaben 128 415 543 2,9 184 ⁠–⁠ ⁠12 172 0,9
Sonstige Anlagen1) 369 1.113 1.482 7,8 491 1.340 1.831 10,0
Summe 17.062 1.930 18.992 100,0 16.613 1.783 18.396 100,0
                   
1) In den sonstigen Anlagen sind insbesondere alternative Investments, wie zum Beispiel Rohstoffe, Infrastructure und Private Equity, sowie Sicherungsinstrumente im Zusammenhang mit der LDI-Strategie enthalten.

Das Planvermögen für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen setzt sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien, Immobilien und flüssigen Mitteln zusammen. Darin sind weder Finanzinstrumente, die von Gesellschaften des Konzerns emittiert wurden, noch von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien enthalten.

Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der definierten Leistungsverpflichtungen. Die Unterlegung dieser Leistungsverpflichtungen mit Finanzmitteln stellt eine Vorsorge für künftige Mittelabflüsse dar, die in einigen Ländern aufgrund bestehender gesetzlicher Vorgaben, in anderen Ländern (zum Beispiel Deutschland) auf freiwilliger Basis erfolgt.

Die verantwortlichen Organe innerhalb der Lufthansa Group steuern und überwachen die sich aus der Ausfinanzierung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen ergebenden finanziellen Risiken.

Innerhalb der Lufthansa Group verfolgen die Pläne das Ziel, innerhalb eines mittel- bis langfristigen Zeitraums die deutschen und Schweizer Pensionsverpflichtungen durch Deckungsvermögen und eine positive Kapitalmarktrendite zu decken. Wesentliche Faktoren zur Zielerreichung sind die Performance der Anlagen sowie für die Schweizer Pläne die Ausgestaltung des Beitragssystems und der Verzinsungspolitik.

Die Allokation der ausgelagerten Mittel auf Anlageklassen (zum Beispiel Aktien) für die Defined-Benefit-Pläne erfolgt auf Basis von Asset-Liability-Matching-(ALM-)Studien. Um in regelmäßigen Abständen die Ausfinanzierungsstrategie zu überprüfen und Anpassungen vorzunehmen, wird die ALM-Studie periodisch, in der Regel alle drei Jahre in Zusammenarbeit mit einer externen Beraterin/einem externen Berater erstellt. Die Ergebnisse sollen aufzeigen, mit welchem Anlagenmix (Renten, Aktien etc.) die langfristigen Pensionsverpflichtungen gedeckt werden können. Dazu wird im ersten Schritt von der Aktuarin/dem Aktuar eine langfristige Prognose für die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen erstellt.

Weiterhin werden Zielvorgaben für die relative Rendite und das relative Risiko in Bezug auf die Deckung der Verpflichtungen benötigt. Die letzte Vorgabe betrifft die Festlegung eines Risikobudgets. Mittels Simulation werden alle zulässigen Anlageallokationen auf diese Zielsetzungen hin für die Zukunft getestet und bei Nichterfüllung aussortiert. Bevorzugt werden Allokationen, die renditeorientiert und dennoch konservativ sind und die das Anlageziel mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erreichen. Die Ergebnisse der ALM-Studie zeigen, ob es strategische Verschiebungen in der bestehenden Allokation geben wird.

Der Ausfinanzierungsgrad für die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen der Deutschen Lufthansa AG, Lufthansa Cargo AG und Lufthansa Technik AG beträgt nahezu 100 % (Vorjahr: nahezu 100 %). Zur Stabilisierung des Ausfinanzierungsgrades sind mittlerweile 75 % (Vorjahr: 75 %) des Anlageportfolios einer Liability-Driven-Investment-(LDI)-Strategie folgend angelegt.

Im Rahmen der LDI-Strategie werden die Kapitalanlagen so investiert, dass die Anlageseite das Zinsänderungsrisiko der Pensionsverpflichtungen repliziert. Dadurch werden Schwankungen der Nettopensionsverpflichtungen aufgrund von Zinsänderungen in der Konzernbilanz reduziert. Hierzu werden die Kapitalanlagen im Wesentlichen in festverzinsliche Unternehmensanleihen investiert und durch derivative Zinsswaps die gleiche Zinssensitivität auf Aktiv- und Passivseite hergestellt. Zum 31. Dezember 2025 bestand ein Ziel-Zinssicherungsgrad von rund 75 % (Vorjahr: rund 75 %) für die genannten Pensionsverpflichtungen. Es werden darüber hinaus derivative Finanzinstrumente zum Management von Fremdwährungsrisiken eingesetzt.

Die Anlagestrategie der kapitalmarktorientierten Versorgungspläne wurde ebenfalls initial von der Gesellschaft festgelegt, regelmäßig im Rahmen einer ALM-Studie überprüft und gegebenenfalls vom Anlageausschuss an sich verändernde Kapitalmarktanforderungen angepasst. Dadurch können sich auch Veränderungen der Anlagestrategie für bereits investierte Beiträge ergeben.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass im Geschäftsjahr 2026 688 Mio. EUR in Pläne eingezahlt werden (Vorjahr: 658 Mio. EUR); in Deutschland entfallen sie nur auf die kapitalmarktorientierte Versorgung.

Für die zum Bilanzstichtag bestehenden leistungsorientierten Versorgungszusagen werden für die nächsten zehn Jahre folgende Pensionszahlungen prognostiziert:

T148 Erwartete Fälligkeiten der undiskontierten Pensionszahlungen
in Mio. € Erwartete Pensionszahlungen
31.12.2025
Erwartete Pensionszahlungen
31.12.2024
     
2026 (Vorjahr: 2025) 828 769
2027 (Vorjahr: 2026) 900 813
2028 (Vorjahr: 2027) 930 831
2029 (Vorjahr: 2028) 956 876
2030 (Vorjahr: 2029) 909 911
2031–2035 (Vorjahr: 2030–2034) 4.428 4.324
       

Die prognostizierten Fälligkeiten für Pensionszahlungen beinhalten keine möglichen Dotierungen in das oder Finanzierungen aus dem Planvermögen. Daher können die Cashflow-Effekte aus Zahlungen in Bezug auf Pensionspläne höher oder niedriger sein als die prognostizierten Pensionszahlungen, was hauptsächlich von der Fähigkeit des Unternehmens abhängt, seine bisherige Finanzierungspolitik in der Zukunft fortzuführen.

Für beitragsorientierte Versorgungszusagen beliefen sich die Beiträge im Jahr 2025 auf 556 Mio. EUR (Vorjahr: 507 Mio. EUR). Diese entfallen im Wesentlichen auf Beiträge zu gesetzlichen Rentenversicherungen, enthalten aber auch tarifvertragliche oder freiwillige Beiträge zu anderen Versorgungseinrichtungen. Die Zunahme ergab sich vor allem aus gestiegenen Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung infolge von Gehaltssteigerungen und einer Zunahme der Beschäftigtenanzahl.

36. Sonstige Rückstellungen

Die in der Bilanz unter lang- und kurzfristig ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T149 Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen
  31.12.2025 31.12.2024
in Mio. € Gesamt Langfristig Kurzfristig Gesamt Langfristig Kurzfristig
             
Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen 41 26 15 44 19 25
Übrige Personalkosten 178 148 30 187 153 34
Rückgabeverpflichtung Emissionszertifikate 542 69 473 378 17 361
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 89 71 18 96 77 19
Umweltlastensanierungen 30 27 3 33 29 4
Prozesse 186 20 166 222 30 192
Restrukturierungen/Abfindungen 14 4 10 22 3 19
Überholung Lease-Flugzeuge 594 388 206 552 412 140
Gewährleistungen 66 66 62 62
Übrige Rückstellungen 228 68 160 251 51 200
Summe 1.968 821 1.147 1.847 791 1.056
               

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen ergeben sich aus tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland. Die Ermittlung der Verpflichtungen erfolgte im Jahr 2025 mit einem Zinssatz von 2,80 % (Vorjahr: 3,00 %).

Zur Insolvenzsicherung der Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitverträgen wurden Zahlungsmittel an ein externes Treuhandvermögen übertragen beziehungsweise Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Dieses ausgelagerte Vermögen wird am Bilanzstichtag zu Marktwerten bewertet und mit den Bruttoverpflichtungen saldiert, da es die Anforderungen an Planvermögen erfüllt.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden aus Altersteilzeitverträgen zeigen folgenden Finanzierungsstand:

T150 Finanzierungsstand
in Mio. € 31.12.2025 31.12.2024
     
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen 177 242
Externes Planvermögen ⁠–⁠ ⁠217 ⁠–⁠ ⁠205
  ⁠–⁠ ⁠40 37
davon sonstige Rückstellungen 41 44
davon sonstige Vermögenswerte 81 7
       

Da die tarifvertraglich vereinbarte Möglichkeit zum Abschluss neuer Altersteilzeitverträge mittlerweile ausgelaufen ist, hat sich die Verpflichtung im Geschäftsjahr reduziert.

Die Rückstellungen für übrige Personalkosten betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden aus Jubiläumsgratifikationen und sonstige kurzfristige Verpflichtungen.

Die Rückstellungen für die Rückgabeverpflichtung für Emissionszertifikate decken die Einreichungsverpflichtungen im Rahmen der Emissionshandelssysteme ab, denen die Lufthansa Group unterliegt. Den Verpflichtungen stehen Zertifikatsbestände gegenüber, die unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen werden. ↗ Erläuterung 25 und ↗ Erläuterung 28. Die Zunahme im Geschäftsjahr beruhte auf einer verringerten Anzahl kostenfrei zugeteilter Zertifikate, einer Steigerung der Zertifikatspreise und auf höheren für die Systeme relevanten Emissionen.

Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften betreffen vor allem Wartungsverträge bei der Lufthansa Technik AG, für die die vereinbarten Erlöse die zurechenbaren Aufwendungen nicht decken werden.

Rückstellungen für Umweltlastensanierungen werden auf Basis eines Sachverständigengutachtens unter der Annahme gebildet, dass der Schaden in zehn Jahren vollständig beseitigt ist und die öffentlichen Auflagen zur Sanierung entfallen.

Rückstellungen für laufende Prozesse wurden unter Einschätzung des voraussichtlichen Prozessausgangs gebildet.

Die Rückstellungen für Restrukturierungen und Abfindungen basieren auf abgeschlossenen Aufhebungsvereinbarungen oder angebotenen Vertragsbeendigungen, denen sich der Konzern nicht mehr entziehen kann.

Die Rückstellungen für die Überholung von Lease-Flugzeugen resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen zur Wartung, Überholung und Reparatur dieser Flugzeuge. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Anzahl geleaster Flugzeuge.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden vor allem für Gewährleistungssachverhalte im Segment Technik erfasst.

Im Geschäftsjahr 2025 haben sich die einzelnen Rückstellungspositionen wie folgt entwickelt:

T151 Entwicklung der sonstigen Rückstellungen 2025
in Mio. € Verpflich-
tungen aus
Altersteilzeit-
verträgen
Übrige
Personal-
kosten
Rückgabe-
verpflichtung
Emissions-
zertifikate
Drohende
Verluste aus
schwebenden
Geschäften
Umwelt-
lasten-
sanierungen
Prozesse Restruktu-
rierungen/
Abfindungen
Überholung
Lease-
Flugzeuge
Gewähr-
leistungen
Übrige Rück-
stellungen
Summe
                       
Stand 01.01.2025 44 187 378 96 33 222 22 552 62 251 1.847
Änderung Konsolidierungskreis
Währungsdifferenzen ⁠–⁠ ⁠1 ⁠–⁠ ⁠1 ⁠–⁠ ⁠21 ⁠–⁠ ⁠1 ⁠–⁠ ⁠1 ⁠–⁠ ⁠25
Verbrauch ⁠–⁠ ⁠104 ⁠–⁠ ⁠33 ⁠–⁠ ⁠362 ⁠–⁠ ⁠27 ⁠–⁠ ⁠2 ⁠–⁠ ⁠25 ⁠–⁠ ⁠12 ⁠–⁠ ⁠118 ⁠–⁠ ⁠16 ⁠–⁠ ⁠48 ⁠–⁠ ⁠747
Zuführung/Neubildung 40 25 527 23 49 7 198 24 56 949
Zinseffekte 3 2 2 1 2 10 1 21
Auflösung ⁠–⁠ ⁠5 ⁠–⁠ ⁠5 ⁠–⁠ ⁠2 ⁠–⁠ ⁠63 ⁠–⁠ ⁠3 ⁠–⁠ ⁠27 ⁠–⁠ ⁠3 ⁠–⁠ ⁠31 ⁠–⁠ ⁠139
Umgliederungen 58 3 1 62
Stand 31.12.2025 41 178 542 89 30 186 14 594 66 228 1.968
                         

Im Vorjahr hatten sich die einzelnen Rückstellungspositionen wie folgt entwickelt:

T151 Entwicklung der sonstigen Rückstellungen 2024
in Mio. € Verpflich-
tungen aus
Altersteilzeit-
verträgen
Übrige
Personal-
kosten
Rückgabe-
verpflichtung
Emissions-
zertifikate
Drohende
Verluste aus
schwebenden
Geschäften
Umwelt-
lasten-
sanierungen
Prozesse Restruktu-
rierungen/
Abfindungen
Überholung
Lease-
Flugzeuge
Gewähr-
leistungen
Übrige Rück-
stellungen
Summe
                       
Stand 01.01.2024 62 199 225 150 32 218 49 401 72 232 1.640
Änderung Konsolidierungskreis 8 8
Währungsdifferenzen 1 ⁠–⁠ ⁠1 8 8
Verbrauch ⁠–⁠ ⁠93 ⁠–⁠ ⁠30 ⁠–⁠ ⁠196 ⁠–⁠ ⁠34 ⁠–⁠ ⁠1 ⁠–⁠ ⁠16 ⁠–⁠ ⁠32 ⁠–⁠ ⁠74 ⁠–⁠ ⁠18 ⁠–⁠ ⁠26 ⁠–⁠ ⁠520
Zuführung/Neubildung 82 39 348 13 1 37 8 209 24 62 823
Zinseffekte 1 4 3 1 9 2 20
Auflösung ⁠–⁠ ⁠6 ⁠–⁠ ⁠1 ⁠–⁠ ⁠35 ⁠–⁠ ⁠16 ⁠–⁠ ⁠3 ⁠–⁠ ⁠1 ⁠–⁠ ⁠16 ⁠–⁠ ⁠26 ⁠–⁠ ⁠104
Umgliederungen ⁠–⁠ ⁠8 ⁠–⁠ ⁠27 1 ⁠–⁠ ⁠1 7 ⁠–⁠ ⁠28
Stand 31.12.2024 44 187 378 96 33 222 22 552 62 251 1.847
                         

Für den langfristigen Anteil der übrigen Rückstellungsgruppen werden folgende Zahlungsabflüsse geschätzt:

T152 Zahlungsabflüsse bei langfristigen Rückstellungen
  Stand 2025 Stand 2024
in Mio. € 2027 2028 2029 2030 und
Folgejahre
2026 2027 2028 2029 und
Folgejahre
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 15 15 10 39 16 16 13 41
Umweltlastensanierungen 3 3 3 18 3 3 3 20
Restrukturierungen/Abfindungen 1 1 1 1 2 1
Überholung Lease-Flugzeuge 58 47 106 191 148 43 38 206
Übrige Rückstellungen 38 55 33 36 22 27 27 28
                   
37. Finanzschulden

Die Finanzschulden setzen sich aus einem langfristigen Teil, der eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweist, und einem unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Teil mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr zusammen. Die Gesamtsumme ist Tabelle T153 Finanzschulden zu entnehmen.

T153 Finanzschulden
    31.12.2025 31.12.2024
in Mio. € Gesamt Langfristig Kurzfristig Gesamt Langfristig Kurzfristig
             
Anleihen 6.736 5.561 1.175 6.969 5.450 1.519
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 494 434 60 421 298 123
Leasingverbindlichkeiten 3.459 2.806 653 2.887 2.376 511
Sonstige Darlehen 3.838 3.305 533 3.946 3.289 657
  14.527 12.106 2.421 14.223 11.413 2.810
               

Die Lufthansa Group verfolgt grundsätzlich die Strategie, Finanzschulden in allen Währungen mittels Zinsderivaten in Finanzschulden in Euro umzuwandeln.

Bei den Anleihen handelt es sich um sieben Anleihen mit festem Rückzahlungsbetrag, die im Rahmen des Euro-Medium-Term-Notes-Programms begeben wurden. Zum Bilanzstichtag waren unter dem Programm Anleihen mit einem Nominalvolumen von 5,0 Mrd. EUR, Zinssätzen zwischen 2,875 % und 4,125 % pro Jahr sowie Fälligkeiten zwischen Mai 2026 und September 2032 emittiert. Im Rahmen des Programms können Anleihen mit einem Gesamtbetrag von 10 Mrd. EUR begeben werden. Weiterhin werden unter der Position eine im Jahr 2025 neu begebene Wandelanleihe, eine im Jahr 2025 neu begebene Hybridanleihe sowie eine im Jahr 2015 emittierte Hybridanleihe ausgewiesen. Die neue Wandelanleihe wurde mit einem Nominalvolumen von 600 Mio. EUR ausgegeben und kann in neue und/oder bestehende Namensaktien der Deutschen Lufthansa AG zu einem Wandlungspreis von 10,755 EUR gewandelt werden. Der nicht gewandelte Teil der Anleihe ist am 10. September 2032 zum aufgezinsten Rückzahlungsbetrag von 102,66 % des Gesamtnennwertes zur Tilgung fällig. Die Hybridanleihe aus dem Jahr 2015 hat ein Volumen von 500 Mio. EUR, eine Laufzeit bis August 2075 und eine Verzinsung von 4,382 % pro Jahr Sie kann in einem fünfjährigen Turnus gekündigt werden, das nächste Mal zum 12. Februar 2026. Die zu Beginn des Jahres 2025 begebene Hybridanleihe hat ebenfalls ein Volumen von 500 Mio. EUR, eine Laufzeit bis Januar 2055 und eine Verzinsung von 5,250 % pro Jahr Sie kann zum ersten Mal in der Zeit zwischen dem 15. Oktober 2030 und dem 15. Januar 2031 gekündigt werden sowie danach im jährlichen Turnus ab dem 15. Januar 2032.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfielen 470 Mio. EUR auf Schuldscheindarlehen. Ein Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 47 Mio. EUR war mit einem Flugzeug besichert.

Die Leasingverbindlichkeiten entsprechen dem Barwert der verbleibenden Zahlungsverpflichtungen aus kontrahierten Leasingverträgen. Zu weiteren Details zu den abgeschlossenen Verträgen siehe ↗ Erläuterung 22.

Die Leasingverbindlichkeiten der Lufthansa Group weisen nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben basieren auf vertraglichen undiskontierten Zahlungen.

T154 Fälligkeitsanalyse von Leasingverbindlichkeiten
in Mio. € 31.12.2025 31.12.2024
     
Im 1. Quartal 164 143
Bis 1 Jahr 1) 552 396
1 ⁠–⁠ ⁠5 Jahre 1.877 1.662
Später 1.733 1.264
       
1) Ohne Zahlungen des ersten Quartals.  

Unter den sonstigen Darlehen entfielen 3.716 Mio. EUR (Vorjahr: 3.798 Mio. EUR) auf strukturierte Leasinggesellschaften und sonstige Flugzeugfinanzierungsmodelle (↗ Erläuterung 19). Dieser Betrag war mit den jeweils finanzierten Flugzeugen besichert. Im Jahr 2025 wurden sechs weitere Flugzeuge auf diesem Weg refinanziert, zwölf derartige Finanzierungen sind ausgelaufen.

Sowohl im Geschäftsjahr 2025 als auch im Geschäftsjahr 2024 sind alle Zahlungsverpflichtungen und Auflagen aus den beschriebenen Darlehensverträgen erfüllt worden. Kennzahlenabhängige Auflagen bestehen nicht.

38. Langfristige Vertragsverbindlichkeiten
T155 Langfristige Vertragsverbindlichkeiten
in Mio. € 31.12.2025 31.12.2024
     
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 25 8
    25 8
       

Unter den langfristigen Vertragsverbindlichkeiten werden langfristige Abgrenzungen für Fertigungsaufträge erfasst, bei denen die erhaltenen Zahlungen die bisher erbrachten Leistungen übersteigen.

39. Langfristige erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten
T156 Langfristige erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten
in Mio. € 31.12.2025 31.12.2024
     
Erhaltene Anzahlungen 2 2
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 10 19
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 30 22
    42 43
       

In den passiven Rechnungsabgrenzungen sind öffentliche Investitionszuschüsse und -zulagen in Höhe von 2 Mio. EUR (Vorjahr: 2 Mio. EUR) enthalten, die entsprechend der Nutzungsdauer der Investitionsgüter in den Folgejahren aufgelöst werden.

In den sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten sind die Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsvereinbarungen für Vorstand und Führungskräfte sowie für außertariflich Mitarbeitende enthalten.

Für den Vorstand gilt ein variables Vergütungssystem, bei dem sich die Performance zu 80 % an finanziellen und zu 20 % an Nachhaltigkeitsparametern bemisst. Als finanzielle Ziele dienen zu 30 % der relative Total Shareholder Return (TSR) der Lufthansa Aktie im Vergleich zum Branchenindex NYSE Arca Global Airline Index sowie zu 50 % der durchschnittliche bereinigte Return on Capital Employed (Adjusted ROCE) während der Performanceperiode. Die Performanceperiode beträgt vier Jahre. Für die TSR-Komponente werden in der Performanceperiode die letzten 60 Börsenhandelstage vor Beginn der Performanceperiode sowie die letzten 60 Börsenhandelstage vor Ende der Performanceperiode herangezogen. Die Zielerreichung für das durchschnittliche Adjusted ROCE erfolgt auf Basis eines Vergleichs des durchschnittlichen Adjusted ROCE für die vierjährige Performanceperiode mit einem im Gewährungsjahr festgelegten strategischen Zielwert, der als unteren Schwellenwert die Deckung der Kapitalkosten (WACC) vorsieht. Die Nachhaltigkeitsparameter werden für die jeweilige Performanceperiode vom Aufsichtsrat festgelegt.

Für die nicht marktabhängigen Erfolgsziele wurde im Rahmen der Bewertung für 2023 eine erwartete Zielerreichung von 50,00 % für den Adjusted ROCE und 0 % für den Nachhaltigkeitsparameter, für 2024 eine erwartete Zielerreichung von 1,67 % für den Adjusted ROCE und 200 % für den Nachhaltigkeitsparameter und für 2025 eine erwartete Zielerreichung von 102,41 % für den Adjusted ROCE und 140 % für den Nachhaltigkeitsparameter angenommen. Zu Beginn der jeweiligen Performanceperiode wird eine Anzahl virtueller Aktien zugeteilt, die sich aus der Division des individuellen Zielbetrags der mehrjährigen variablen Vergütung durch den durchschnittlichen Kurs der Aktien der Deutschen Lufthansa AG während der ersten 60 Handelstage nach Beginn der jeweiligen Performanceperiode ergibt. Die Auszahlung wird aus dem Zielerreichungsgrad für dieses Erfolgsziel multipliziert mit der Anzahl virtueller Aktien zu Beginn der Performanceperiode und dem durchschnittlichen Kurs der Aktien der Deutschen Lufthansa AG während der letzten 60 Handelstage vor Ablauf des letzten Jahres der jeweiligen Performanceperiode berechnet.

Auch Führungskräfte und außertarifliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Lufthansa AG und von weiteren konsolidierten und nicht konsolidierten Konzerngesellschaften erhalten eine Zusage für ein mehrjähriges Incentive-Programm in Form einer aktienbasierten Vergütung. Die Zielerreichung ist zu 50 % an den Adjusted ROCE gekoppelt. Weitere 30 % sind an die relative Aktienrendite der Deutschen Lufthansa AG im Vergleich zur Entwicklung der Aktienrendite nach Maßgabe des Branchenindex NYSE Arca Global Airline Index (TSR-Ziel) gebunden. Die verbleibenden 20 % des Zielbetrags sind an Nachhaltigkeitsziele hinsichtlich der Reduktion des CO2-Ausstoßes geknüpft. Die Bandbreite der Zielerreichung der einzelnen Leistungskriterien reicht von 0 % bis 200 %. Der Erdienungszeitraum beginnt jeweils am 1. Januar des Programmjahres und beträgt jeweils drei Jahre. Es ist geplant, dass die Auszahlung eines potenziellen Bonus jeweils zur Hälfte in bar und in Lufthansa Aktien erfolgt. Dementsprechend wird der beizulegende Zeitwert der Aktienkomponente im Eigenkapital ausgewiesen und initial zum Gewährungszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Barkomponente mit einem Betrag von 18,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,5 Mio. EUR), die ebenfalls Bestandteil der sonstigen nichtfinanziellen Verpflichtungen ist, wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts am Bilanzstichtag bestimmt und erhöht den Personalaufwand entsprechend um 11,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR).

Aus dem ausgelaufenen Aktienprogramm 2021 für Führungskräfte erfolgte wie im Vorjahr keine Auszahlung.

Insgesamt hat sich der Bestand an Optionen wie folgt verändert:

T157 Entwicklung des Bestands an Optionen und virtuellen Aktien
  2025 2024
  Anzahl Optionen Anzahl virtueller Aktien/
Optionsrechte
Barausgleich in Tsd. € Anzahl Optionen Anzahl virtueller Aktien Barausgleich in Tsd. €
             
Ausstehend zum 01.01. 1.733 6.230.662 3.947 5.639.521
Gewährt 4.113.424 2.743.840
Ausgelaufen bzw. verfallen 1.733 820.717 2.214 1.581.593
Ausgeübt 818.412 9.520 571.106 1.054
Ausstehend zum 31.12. 8.704.957 1.733 6.230.662
               

Die beizulegenden Zeitwerte der Optionsrechte und der virtuellen Aktien der laufenden Aktienprogramme wurden mithilfe von Monte-Carlo-Simulationen ermittelt. Hierbei werden die zukünftigen Renditen der Aktien des Vergleichsindex sowie der Deutschen Lufthansa AG simuliert und der Wert der Optionsrechte und der virtuellen Aktien als zu erwartender Ausschüttungsbetrag ermittelt. In die Monte-Carlo-Simulation sind die gewichteten durchschnittlichen Aktienkurse zum Stichtag eingeflossen. Gemäß Programmbedingungen handelt es sich dabei um die 60-Tage-Durchschnittskurse der Deutschen Lufthansa AG und des Branchenindex NYSE Arca Global Airline Index. Die verwendeten Volatilitäten und Korrelationen stellen stichtagsbezogene und laufzeitabhängige Erwartungswerte auf Basis aktueller Markteinschätzungen dar.

Insgesamt wurden die in Tabelle T 158 aufgeführten beizulegenden Werte ermittelt. Während die Anzahl der Aktien beim Vorstand eine zugesagte Größe ist, handelt es sich bei den Führungskräften und außertariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um eine variable Anzahl, welche sich auf Basis des am festgelegten Stichtag zum Zeitpunkt des Settlements an der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra) festgestellten Schlusskurses ergibt. Die in der Tabelle aufgeführte Anzahl wurde auf Basis des Aktienkurses zum 30. Dezember 2025 (8,41 EUR) ermittelt.

T158 Beizulegende Zeitwerte der Optionsrechte und virtuellen Aktien zum 31.12.2025
  Anzahl Optionen/virtuelle Aktien Beizulegender Zeitwert je Option/virtuelle Aktie in EUR Anteil erdienter Anspruch Beizulegender Zeitwert gesamt in EUR
         
Vorstand        
Virtuelle Aktien 2022 927.143 12,44 100 % 11.531.705
Virtuelle Aktien 2023 714.135 3,87 100 % 2.761.085
Virtuelle Aktien 2024 908.570 5,19 100 % 4.712.789
Virtuelle Aktien 2025 1.181.824 8,30 100 % 9.803.832
Führungskräfte        
Optionsrechte 2023 989.964 8,41 100 % 8.325.601
Optionsrechte 2024 765.029 8,41 67 % 4.310.708
Optionsrechte 2025 2.132.465 8,41 33 % 5.918.232
Außertarifliche Mitarbeitende        
Optionsrechte 2024 286.692 8,41 67 % 1.615.423
Optionsrechte 2025 799.134 8,41 33 % 2.217.837
Summe Optionen und virtuelle Aktien 8.704.956     51.197.212
davon virtuelle Aktien 3.731.672      
davon Optionsrechte 4.973.284      
           
T158 Beizulegende Zeitwerte der Optionsrechte und virtuellen Aktien zum 31.12.2024
  Anzahl Optionen/virtuelle Aktien Beizulegender Zeitwert je Option/virtuelle Aktie in EUR Anteil erdienter Anspruch Beizulegender Zeitwert gesamt in EUR
         
Vorstand        
Virtuelle Aktien 2021 818.412 11,50 100 % 9.388.691
Virtuelle Aktien 2022 927.143 8,39 100 % 7.778.730
Virtuelle Aktien 2023 714.135 3,20 100 % 2.285.232
Virtuelle Aktien 2024 908.570 4,38 100 % 3.979.537
Führungskräfte        
Optionen 2021 1.733 1.292 79 % 1.770.401
Optionsrechte 2023 1.027.132 8,18 67 % 5.601.295
Optionsrechte 2024 1.375.739 6,71 33 % 6.205.700
Außertarifliche Mitarbeitende        
Optionsrechte 2024 459.531 6,71 33 % 2.076.739
Summe Optionen und virtuelle Aktien 6.232.395     39.086.325
davon Optionen 1.733      
davon virtuelle Aktien 3.368.260      
davon Optionsrechte 2.862.402      
           

Aus der Bewertung der virtuellen Aktien für den Vorstand ergab sich zum Stichtag eine Verpflichtung in Höhe von 28,9 Mio. EUR (Vorjahr: 26,3 Mio. EUR), wovon 17,3 Mio. EUR (Vorjahr: 14,1 Mio. EUR) unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Die im Geschäftsjahr geleistete Auszahlung für ausgelaufene virtuelle Aktienoptionen in Höhe von 9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) hat die Verbindlichkeit reduziert. Die Wertänderung der virtuellen Aktien und die Gewährung weiterer virtueller Aktien im Geschäftsjahr führte zu einer Belastung des Personalaufwands von 14,8 Mio. EUR (Vorjahr: Entlastung 6,2 Mio. EUR). Bei der Bewertung für das Programm 2023 wurden eine Restlaufzeit von 13 Monaten und ein risikoloser Zins von 1,90 % berücksichtigt, für das Programm 2024 eine Restlaufzeit von 25 Monaten und ein risikoloser Zins von 1,92 % sowie für das Programm 2025 eine Restlaufzeit von 37 Monaten und ein risikoloser Zins von 2,15 %.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienzusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente für die Programme 2023, 2024 und 2025 für Führungskräfte und außertarifliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug 22,4 Mio. EUR (Vorjahr: 13,9 Mio. EUR) und wurde auf Basis eines Bewertungsmodells ermittelt. In dieses Modell wurde zum Gewährungszeitpunkt die Lufthansa Aktie mit einer erwarteten gewichteten Volatilität von 43 % für 2023, 37 % für 2024 und 31 % für 2025 und einem Kurs von 8,94 EUR für 2023, 7,23 EUR für 2024 und 7,70 EUR für 2025 je Lufthansa Aktie berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde aus historischen Volatilitäten abgeleitet. Im Modell wurde ein risikoloser Zinssatz von 2,96 % für 2023, 2,60 % für 2024 und 2,24 % für 2025 verwendet. Annahmen zu Korrelationen zwischen dem Lufthansa Aktienkurs und der Entwicklung des NYSE Arca Global Airline Index wurden auf Basis historischer Kurs- und Indexentwicklungen bestimmt. Der Anteil der Zusagen, die durch Eigenkapitalinstrumente ausgeglichen werden sollen, erhöht das Eigenkapital um 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR) auf insgesamt 22,4 Mio. EUR. Für die Wertänderung der Optionen und der Optionsrechte und die Gewährung weiterer Optionsrechte im Geschäftsjahr wurden in Höhe von 17,9 Mio. EUR im Personalaufwand berücksichtigt.

40. Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten

Die Lufthansa Group hat folgende Vertragsverbindlichkeiten erfasst:

T159 Vertragsverbindlichkeiten
in Mio. € 31.12.2025 31.12.2024
     
Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten 5.389 5.183
       
Verbindlichkeiten aus Kundenbindungsprogrammen 2.331 2.290
Verbindlichkeiten aus angearbeiteten Technik- und EDV-Leistungen 427 386
Sonstige Vertragsverbindlichkeiten 326 278
Übrige Vertragsverbindlichkeiten 3.084 2.954
Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden 8.473 8.137
In der Berichtsperiode erfasste Erlöse 2025 2024
Erlöse aus den Anfangsbeständen der Vertragsverbindlichkeiten    
Erlöse aus Flugdokumenten 4.272 3.859
Erlöse aus Kundenbindungsprogrammen 572 466
Erlöse Technik- und EDV-Leistungen 104 137
Sonstige 123 116
Summe 5.071 4.578
       
     

Von den Vertragsverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2024 konnten 241 Mio. EUR (Vorjahr: 267 Mio. EUR) nicht realisiert werden, sondern wurden an die Kundinnen und Kunden erstattet. Insgesamt wurden aus den im Jahr 2025 verkauften Tickets Tickets mit einem Gesamtbetrag von 2.358 Mio. EUR (Vorjahr: 2.366 Mio. EUR) erstattet.

Zum 31. Dezember 2025 waren in den Verbindlichkeiten aus Kundenbindungsprogrammen 262 Mrd. Meilen/Punkte (Vorjahr: 263 Mrd. Meilen/Punkte) aus Meilenbonusprogrammen zu bewerten. Für die voraussichtlich verfallenden Meilen werden grundsätzlich Pro-Rata-Ertragsrealisationen über den allgemeinen Geltungszeitraum von drei Jahren vorgenommen.

Bereits kontrahierte, noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen betragen unter der Annahme eines vertragsgemäßen Abrufs insgesamt 11,0 Mrd. EUR, wovon 2,0 Mrd. EUR auf die nächsten zwölf Monate entfallen. Im Wesentlichen sind dies Wartungsverträge des Geschäftsbereichs Technik über die langfristige Instandsetzung und Überholung der Teilflotten von Fluggesellschaften. Bei der Ermittlung der ausstehenden Leistungsverpflichtungen werden die in den Verträgen vereinbarte sowie aus den jeweiligen Flugplanungen abgeleitete Anzahl an Wartungsereignissen mit ihren wahrscheinlichen Erlösen sowie Festpreise für bestimmte Leistungen (Bereich VIP sowie Kabinenmodifikation) berücksichtigt. Von den Leistungsverpflichtungen, die zwölf Monate übersteigen, werden voraussichtlich 67 % bis 2031 realisiert.

Wie im Vorjahr wurden auch im Geschäftsjahr 2025 keine Umsatzerlöse aus den in früheren Geschäftsjahren erfüllten Leistungsverpflichtungen erfasst.

Den Vereinfachungsregeln des IFRS 15 entsprechend werden keine Angaben zu den Leistungsverpflichtungen zum 31. Dezember 2025 oder zum 31. Dezember 2024 gemacht, die eine erwartete ursprüngliche Laufzeit von einem Jahr oder weniger haben. Aufgrund von Umbuchungsmöglichkeiten kann es bei Flugleistungen grundsätzlich zu einer Zeitspanne zwischen Vertragsabschluss und Leistungserbringung kommen, die ein Jahr überschreitet, was jedoch bei Vertragsabschluss nicht vorhersehbar ist. Aufgrund der Vorausbuchungsfrist von maximal einem Jahr und kurzfristiger Umbuchungsmöglichkeiten geht der Konzern davon aus, dass die Anwendung der Vereinfachungsregel gerechtfertigt ist. Prämienmeilen können mindestens über drei Jahre eingelöst werden, sind jedoch auch kurzfristig einlösbar und werden aus diesem Grund ebenfalls als kurzfristig ausgewiesen.

41. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
T160 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
in Mio. € 31.12.2025 31.12.2024
     
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen 55 76
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber übrigen Beteiligungen 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernfremden 4.320 4.395
  4.375 4.472
Sonstige Verbindlichkeiten    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27 9
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 337 303
Verbindlichkeiten aus Ergebnisbeteiligungen 567 305
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 815 914
  1.746 1.531
Summe 6.121 6.003
       

Sonstige Verbindlichkeiten dienen nicht als Sicherheit für positive Marktwerte von Derivaten (Vorjahr: 63 Mio. EUR).

Zur Optimierung des Working Capitals und des Cashflows sowie zur Stärkung der Lieferantenbeziehungen nimmt die Lufthansa Group an einem Supply-Chain-Finance-(SCF-)Programm teil. Das Programm wird von der CRX Markets AG, München, angeboten und die Teilnahme ist für die Lieferanten gebührenfrei. Lieferanten können auf freiwilliger Basis am Programm teilnehmen, um eine vorzeitige Bezahlung ihrer Forderungen von den teilnehmenden Banken mit einem Abschlag zu erhalten. Die Lufthansa Group bezahlt dann die ursprüngliche Rechnung am Fälligkeitsdatum an die Bank. Für die Lufthansa Group entstehen keine zusätzlichen Kosten gegenüber den teilnehmenden Banken. Zum 31. Dezember 2025 wurde das SCF-Programm von den Konzerngesellschaften Deutsche Lufthansa AG, Lufthansa Cargo AG, Austrian Airlines AG sowie Swiss International Airlines Ltd. genutzt. Zum Stichtag nahmen 18 Lieferanten mit einem ausstehenden Volumen von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 510 Mio. EUR (Vorjahr: 583 Mio. EUR) teil. Zahlungsbedingungen von Verbindlichkeiten im Programm gehen nicht über Zahlungsbedingungen mit Lieferanten hinaus, die nicht am Programm teilnehmen. Die Spanne der Zahlungsfristen im SCF-Programm beläuft sich auf 90 bis 190 Tage und für vergleichbare Rechnungen außerhalb des SCF-Programms auf 0 bis 185 Tage. Alle relevanten vertraglichen Zahlungsbedingungen und Konditionen werden ebenfalls mit Lieferanten außerhalb des Programms auf bilateraler Basis verhandelt, weshalb sich der Charakter der Lieferantenverbindlichkeit durch die Teilnahme am SCF-Programm nicht verändert. Der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bleibt somit erhalten. Entsprechend werden die Zahlungsströme aus diesen Verbindlichkeiten in der Kapitalflussrechnung weiterhin unter den Zahlungsflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit in der Position „Veränderungen Trade Working Capital“ dargestellt.

Daneben nimmt die Lufthansa Group an einem weiteren SCF-Programm teil, das von der cflox GmbH, Hamburg angeboten wird. Dieses Programm ermöglicht es, Zahlungsziele um 90 Tage zu verlängern, ohne dabei Änderungen für Lieferanten auszulösen, da diese weiterhin ihre Zahlungen zum vereinbarten Zeitpunkt erhalten. Hierbei entsteht eine sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeit gegenüber dem Zahlungsdienstleister, der die Zahlung für die Lufthansa Group leistet. Der Zahlungsstrom wird somit in der Kapitalflussrechnung weiterhin unter den Zahlungsflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit in der Position „Veränderungen Trade Working Capital“ dargestellt. Zum 31. Dezember 2025 wurde dieses Programm von der Deutschen Lufthansa AG genutzt. Zum Stichtag bestehen in diesem Zusammenhang sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 299 Mio. EUR (Vorjahr: 258 Mio. EUR), die ursprünglich auf zehn Lieferanten entfielen.

42. Kurzfristige erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten
T161 Kurzfristige erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten
in Mio. € 31.12.2025 31.12.2024
     
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 217 281
Abgegrenzte Aufwendungen für Urlaub, Gleit- und Mehrarbeitszeit 294 290
Erhaltene Anzahlungen 101 18
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 51 45
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 118 75
    781 709
       

Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten 86 Mio. EUR aus den zwei zum Verkauf stehenden Flugzeugen der Boeing 747-Serie.

Die sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten enthalten den kurzfristigen Anteil der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsvereinbarungen (↗ Erläuterung 39).